„Das Magazin ist mehr als ein Reiseführer“

Publishing Bei der Grosso-Tagung in Baden-Baden hatte Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo bereits eine Andeutung gemacht. 2012 werde das Nachrichtenmagazin einen neuen Print-Ableger starten. Der liegt jetzt am Kiosk: Er heißt Spiegel Kultur, widmet sich in der ersten Ausgabe dem Thema London und soll im Olympia-Jahr Lust auf die Metropole machen soll. Marianne Wellershoff, verantwortliche Redakteurin des Kultur Spiegel, sieht das Heft aber nicht als "Reiseführer, sondern als journalistisches Produkt".

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148 Seiten stark ist das Heft, das neben den etablierten Extensions Spiegel Wissen, Spiegel Geschichte und Dein Spiegel das Print-Portfolio des Verlags erweitert. Der Kultur Spiegel bietet eine volle Themenpackung rund um Leben, Lifestyle, Business, Entertainment, Kunst und Nachtleben, angereichert mit Servicetipps, Adressen und sogar Kochrezepten. Die Blattmischung ist abgestimmt auf eine junge, anspruchsvolle und wohl auch einigermaßen solvente Zielgruppe, die sich auf die Eigenarten und Reize der englischen Hauptstadt ohne Scheuklappen einzulassen bereit ist – und neben dem Pub-Bummel auch mal eine Museumsbesuch einschiebt. Fragen an Blattmacherin Marianne Wellershoff, beim Spiegel verantwortlich für den KulturSpiegel und nun auch für Spiegel Kultur.
Wie kam es zu der Idee, "London" zum Thema eines monothematischen Kulturmagazins des Spiegel zu machen?
Es gibt einen erfolgreichen Vorläufer: 2004 hat es bereits ein Heft Spiegel Kultur gegeben, damals mit dem Thema "Stars – Wie aus Menschen Idole werden". Das Heft wurde, wie Spiegel Kultur heute, von der Redaktion des KulturSpiegel gemacht, und verkaufte sich 93.000-mal. Als sich dann Spiegel Geschichte und Spiegel Wissen als Reihen fest etabliert hatten, war das die Möglichkeit, in diesem Rahmen wieder ein Heft namens Spiegel Kultur auf den Markt zu bringen. Warum London? Weil es eine sehr spannende Kulturstadt ist und hier im Sommer die Olympischen Spiele stattfinden.
Welche Synergien konnten Sie dabei nutzen; welche Rolle spielte z.B. Spiegel Online mit seinen Ressorts Kultur und Reise?
Synergien gab es vor allem im Print-Bereich: Spiegel-Redakteure aus verschiedenen Ressorts (Ausland, Gesellschaft, Sport, Kultur) haben Reportagen oder Porträts für Spiegel Kultur geschrieben. Aber auch das Reiseressort von Spiegel Online wird uns unterstützen und Geschichten aus dem Heft übernehmen. Das ist eine journalistische Form der Heftwerbung, über die wir uns freuen.
Was unterscheidet Spiegel Kultur von anderen Premium-Reiseführern für London?
Spiegel Kultur versteht sich nicht als Reiseführer, sondern als journalistisches Produkt. Das Magazin ist spannend für alle, die einen London-Besuch planen. Aber auch jene, die sich für Kultur oder für London interessieren und keine Reiseabsicht haben, finden im Heft viel Lesestoff. Spiegel Kultur zeichnet ein Porträt der aktuellen Kulturszene, angereichert mit direkt nutzbarem Service wie Restaurant- oder Hoteltipps. Diese Mischung aus Information, Unterhaltung und Service ist typisch für den KulturSpiegel, dessen Redaktion das Heft konzipiert und produziert hat. Es gibt auch noch weitere Verbindungen: Der KulturSpiegel-Kolumnist und "Stromberg"-Autor Ralf Husmann hat auch für Spiegel Kultur eine Kolumne geschrieben.
Welche Verkaufserwartung haben Sie?
Wir haben eine Auflage von rund 60.000 Exemplaren im Auge, über jedes Exemplar darüber hinaus freuen wir uns sehr.
Welche Wege gehen Sie bei der Vermarktung und wie war die Resonanz der Werbekunden auf das London-Heft?
Einige Kunden und Agenturen konnten bereits vor Veröffentlichung Teile von Spiegel Kultur "London" sehen – die Reaktionen auf das redaktionelle Konzept und die Gestaltung waren durchgängig positiv. Dies war auch ausschlaggebend für die Entscheidungen, in diesem Heft eine Anzeige zu schalten. Für andere Kunden, die die Erstausgabe abwarten wollten, kann das vorliegende London-Heft sehr gut als Referenz für zukünftige Ausgaben dienen.
Wird es weitere Sonderhefte geben, und wenn ja, zu welchen Themen?
Die KulturSpiegel-Redaktion würde natürlich sehr gerne weitere Hefte machen; da es sich bei unserem neuen Printableger um ein Kulturmagazin handelt, kommen dafür nicht nur Städte, sondern viele weitere Themenbereiche in Frage. Ob Spiegel Kultur in Serie geht, entscheidet aber die Spitze des Hauses.

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