Springer zahlt 20 Millionen für Bundesliga

Publishing Lange hat das Stillschweigen nicht gehalten: Nachdem Sky bereits am Dienstag via Pressemitteilung verriet, dass man für die Live-Rechte an der Bundesliga 485,7 Mio. Euro pro Saison gezahlt habe, sickerte nun auch der Preis durch, den Springer für sein Rechtepaket überweisen muss. Laut Spiegel sind es für die gesamte Rechtelaufzeit immerhin 20 Millionen Euro. Mit der Fußball-Zusammenfassung wollen die Berliner ihre geplanten Bezahlschranken im Web etablieren - bei Welt Online und Bild.de.

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Lange hat das Stillschweigen nicht gehalten: Nachdem Sky bereits am Dienstag via Pressemitteilung verriet, dass man für die Live-Rechte an der Bundesliga 485,7 Mio. Euro pro Saison gezahlt habe, sickerte nun auch der Preis durch, den Springer für sein Rechtepaket überweisen muss. Laut Spiegel sind es für die gesamte Rechtelaufzeit immerhin 20 Millionen Euro. Mit der Fußball-Zusammenfassung wollen die Berliner ihre geplanten Bezahlschranken im Web etablieren  – bei Welt Online und Bild.de.

Der Plan, bei Welt Online ein Paid Content-Angebot aufbauen zu wollen, überrascht nicht. Denn bereits Ende des vergangenen Jahres sprach Konzernchef Mathias Döpfner von sehr konkreten Überlegungen in dieser Richtung. Offenbar liebäugeln die Berliner mit einer Web-Maut, die an dem System der New York Times angelehnt sein soll. Heißt: Eine gewisse Anzahl an Storys ist pro Monat frei zugänglich. Wollen die Nutzer mehr lesen, müssten sie zahlen.
 
Solch ein System würde bei Bild.de nicht funktionieren. Mit Blick auf die Nachrichten- und Nutzer-Struktur würde niemand im Internet einen ersthaften Betrag für die Bild.de-Storys zahlen. Zudem ist die gesamte Webseite ausschließlich auf Reichweite ausgerichtet und arbeitet schon lange profitabel.

Für Bild sind die Fußball-Rechte nun die große Chance, einen speziellen Bezahlkanal außerhalb ihres normalen Redaktionsangebotes zu starten. Denn für Freunde der Bundesliga ist es dank Pay-TV erlernt, für Bewegtbilder ihrer Lieblings-Teams auch zu zahlen. Dies hofft die Bild jetzt auch im Web zu nutzen, allerdings mit ungewissem Ausgang.

In der Mobil-Welt sieht das schon wieder anders aus. Dort herrscht eine wesentlich höhere Zahlungsbereitschaft. Es ist gut möglich, dass Springer mit seinem 20-Millionen-Euro-Investment vor allem seine Mobil-Angebote pushed. Aber auch das dürfte den Verlagsmanagern eher entgegenkommen als sie ärgern. Der vom Spiegel kolportierte Preis wird von Springer zur Zeit weder bestätigt noch dementiert.

Einen Schönheitsfehler könnte der spektakuläre Fußball-Deal für das Medienhaus allerdings haben. Mit der Exklusivität ist es nicht so weit her. Denn das Paket erlaubt ihnen, die Partien jeweils eine Stunde nach Spielende sowohl im Web als auch mobil zu zeigen. Dies klingt allerdings exklusiver als es tatsächlich ist – zumindest am Samstagnachmittag. Denn die Begegnungen enden um 17.15 Uhr. Bild und Welt dürfen dann ab 18.15 Uhr senden. In der „Sportschau“ darf die ARD allerdings auch schon um 18.30 Uhr mit seinen Berichten beginnen.

Update: Das Handelsblatt kennt offenbar die Preise, die die Öffentlich-Rechtlichen für die Bundesligarechte bezahlten. So zahlt die „Sportschau" künftig statt 400 Millionen Euro nun 420 Millionen Euro. Für das „Aktuelle Sportstudio“ sind die Mainzer bereit 92 Millionen Euro statt 88 Millionen Euro zu zahlen.

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