Bellut muss 300 Vollzeitstellen einsparen

Fernsehen ZDF-Intendant Thomas Bellut muss die Versäumnisse seines Vorgängers ausbaden: Weil Markus Schächter trotz klarer Sparvorgaben der Gebührenkommission KEF in den vergangenen Jahren weiterhin hat einstellen lassen, müssen die Mainzer in den kommenden Jahren rund 75 Millionen Euro einsparen. Im Gespräch mit der dapd kündigte der neue Senderchef Maßnahmen in allen Personalebenen an. Auch Eigenproduktionen werden unter dem Sparzwang leiden müssen.

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Betroffen seien laut Bellut erst einmal Planstellen und freie Mitarbeit. Betriebsbedingte Kündigungen kann der Senderchef nach Gesprächen mit der Gebührenkommission KEF vorerst ausschließen.

An einem konkreten Plan würde derzeit noch gearbeitet, heißt es. "Es darf nicht nur die Freien und auch nicht nur die Jungen treffen", zitiert die Nachrichtenagentur dapd den ZDF-Indendanten. Aus diesem Grund sei unter anderem ein Frühverrentungsmodell angedacht, mit dem etwa 100 der zu streichend 300 Vollzeitstellen eingespart werden könnten – zumindest auf dem Papier.

Bei rund 3600 festangestellten Mitarbeitern im Mainzer Sendezentrum hält Bellut die Sparmaßnahmen für machbar. Sein Vorgänger Schächter hatte derlei Sparpläne zwar bereits angekündigt, allerdings das Personal im Laufe der vergangenen Jahre weiter aufgestockt. Bei den Eigenproduktion hat der Sender bereits bei der Kindernachrichtensendung “logo!” den Stecker gezogen. Außerdem würden demnächst das “nachtstudio” und “blickpunkt” eingestellt.

Bis zum Herbst dieses Jahres sind weitere Einsparungen im laufenden Programm geplant, zu denen sich Bellut bislang allerdings nicht äußern will.

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