ARD stellt „Gottschalk Live“ ein

Fernsehen Mit Beginn der Sommerpause am 7. Juni ist Schluss für „Gottschalk Live“: Das haben die Intendantinnen und Intendanten der ARD beschlossen. Offizieller Grund ist die geringe Publikumsresonanz. In einer ersten Stellungnahme zeigte Thomas Gottschalk Verständnis für den Beschluss der Programm-Macher: "Ich nehme diese Entscheidung der Intendanten mit Bedauern zur Kenntnis, habe aber volles Verständnis dafür." Seit Beginn der Vorabendsendung blieb die Show weit hinter den Quoten-Erwartungen.

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Ein Umbau der Sendung in den vergangenen Wochen brachte keine Wendung. "Ich finde es schade, dass "Gottschalk Live" beim Publikum nicht den Zuspruch gefunden hat, den wir diesem Format alle gewünscht haben", kommentiert die ARD-Vorsitzende Monika Piel. „Es war ein Experiment, auf das sich Thomas Gottschalk mit seiner ganzen Persönlichkeit eingelassen hat. Er ist mit uns gemeinsam das Wagnis für ein neues Sendekonzept für den Vorabend eingegangen.“
Das Ende der Sendung kommt wenig überraschend. Zum einen sieht eine Vertragsklausel mit den Moderator vor, dass die ARD die Sendung absetzen kann, sollte die Show bis zum 20. April durchschnittlich unter 10 Prozent Marktanteil bleiben. Von dieser Marke war die Sendung stets weit entfernt. Zum anderen stieg in den vergangenen Tagen der Handlungsdruck auf die Intendanten. Denn ein internes Papier kam zu dem Schluss, dass die schlechten Quoten von "Gottschalk Live" Das Erste im ersten Quartal 2012 in der Zuschauergunst auf den vierten Platz hinter RTL, ZDF und die dritten Programme hat sinken lassen.
Auch nach dem Neustart der Sendung mit überarbeitetem Showkonzept muss Thomas Gottschalk im ARD-Vorabend weiterhin Tiefstwerte für seine Sendung hinnehmen. Dem Sender fehlen nun rund 600.000 Zuschauer.
Laut Pressemitteilung nahm Gottschals selbst die Entscheidung der Intendanten mit Bedauern zur Kenntnis. "Es war uns von Anfang an klar, dass wir mit diesem Format ein Experiment gewagt haben und ich war mir des Risikos zu jeder Zeit bewusst." Weiter sagt er: "Über das Schicksal eines Fernsehmoderators entscheidet das Publikum und ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es mir nicht gelungen ist, an diesem Programmplatz genügend Zuschauer zu begeistern. Trotzdem hat mir diese Erfahrung großen Spaß gemacht und ich danke der ARD, dass sie mir die Chance dazu gegeben hat."
Ute Biernat (Grundy LE), Produzentin der Sendung, sagte, dass zu einem erfolgreichen Fernsehformat immer zwei gehören würden: "Der Macher und der Zuschauer. Wir Macher haben in diesem Fall unser Bestes getan, leider ist der Funke beim Zuschauer nicht übergesprungen."
Wie es mit Gottschalk in der ARD nun weitergeht, ist noch unklar. Piel spielt erst einmal auf Zeit: "Wir werden nun in aller Ruhe gemeinsam über eine Zusammenarbeit in anderer Form nachdenken."

Für den Sendeplatz von "Gottschalk Live" plant die ARD offenbar erst einmal kein neues Talkformat. Nach Informationen von Spiegel Online sollten stattdessen erst einmal Regional-Serien gezeigt werden. 

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