IVW-Sensation: Landlust knackt Mio.-Marke

Publishing Ein neuer Meilenstein und ein gigantischer Erfolg für den Münsteraner Landwirtschaftsverlag. Landlust, das Boom-Magazin der vergangenen Jahre, hat sich erstmals mehr als 1 Mio. mal verkauft. 1.010.873 hat der Verlag für das erste Quartal der IVW gemeldet - 99% davon stammen aus den harten Kategorien Abos und Einzelverkauf. Die Landlust gehört damit zur Top Ten der am Kiosk erhältlichen Magazine, verdrängt u.a. den Spiegel. Größter Verlierer des ersten Quartals ist unterdessen die Bild am Sonntag.

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Nur neun Magazine, die es auch am Kiosk zu kaufen gibt, erreichen derzeit eine verkaufte Auflage von mehr als 1 Mio. Neben der Landlust sind das sieben Programmzeitschriften und die Bild am Sonntag. Keine Zeitschrift, die nicht wöchentlich oder 14-täglich erscheint, erreicht auch nur annähernd die Zahlen der zweimonatlich erscheinenden Landlust. Erstaunlich, dass der Verlag nicht schon längst auf eine monatliche Erscheinungsweise umgestellt hat.

Die Nummer 1 der am Kiosk erhältlichen Titel heißt weiterhin klar TV 14. Trotz eines kleinen Verlustes von 1,1% hält sich das Programme mit 2,475 Mio. Verkäufen auf Platz 1. Dahinter kommt Springer TV Digital mit nun 1,917 Mio. aber immer näher – ein Plus von 7,1% erreichte es im abgelaufenen Quartal. Die Top 5 wird komplettiert von TV Spielfilm plus, also der Kombi aus TV Spielfilm und TV Today, dem Konkurrenten TV Movie und der Bild am Sonntag, die mit einem Minus von 10,0% aber der große Verlierer des Quartals ist.

Zulegen konnte auf den ersten 20 Plätzen neben TV Digital und der Landlust einzig TV pur. Der Spiegel rutscht mit seinem Minus von 3,5% erstmals sogar aus der Top Ten heraus. Die beiden anderen großen Wochenmagazine stern (-4,3%) und Focus (-10,5%) verloren allerdings noch deutlicher. Der Focus gehört mit seinen noch 541.295 Verkäufen ohnehin nicht mehr zur Top 20, belegt hinter Brigitte, Reader’s Digest, Bunte, Auto Bild und Computer Bild Rang 26.

Ergänzt um Supplements, Mitglieder-Magazine und Kundenzeitschriften sieht das Ranking naturgemäß völlig anders aus. Hier führt die ADAC Motorwelt mit ihrer Giganten-Auflage von 13,37 Mio. weiter souverän vor dem TV-Supplement rtv, den beiden Ausgaben der Apotheken Umschau und der zweiten großen TV-Beilage Prisma, die rtv einige Hunderttausend Exemplare abjagen konnte.

Die Landlust ist mit ihrem Plus von 207.278 Verkäufen gegenüber dem ersten Quartal 2011 auch der größte Gewinner des aktuellen IVW-Durchgangs. Ebenfalls sechsstellig zulegen konnten nur noch TV Digital und Star Wars – The Clone Wars, das wahnsinnige 142,9% gewinnt. Auf den weiteren Plätzen der Aufsteiger-Top-Ten folgen vornehmlich weitere Heimat- und Genussmagazine: Mein schönes Land, Lust auf Genuss, Land Idee, Daheim in Deutschland und Rezepte pur. Ebenfalls dabei: das Filly-Magazin und TV für mich.

Insgesamt gab es auch im ersten Quartal 2012 aber wieder deutlich mehr Auflagenverlierer aus -gewinner. 177 Aufsteigern stehen in den Vorabzahlen des VDZ-Auflagendienstes 289 Absteiger gegenüber. Am deutlichsten verloren hat hier unter den Titeln, die auch am Kiosk erhältlich sind, die Bild am Sonntag. 149.027 Verkäufe pro Woche gingen dem Springer-Blatt abhanden – ein bitteres Minus von 10,0%. Sechsstellige Verluste gibt es auch bei Reader’s Digest Das Beste: 121.040 Käufer weniger entsprechen einem Absturz um 16,7%. Sogar 36,1% eingebüßt hat Computer Bild Spiele, der große Bruder Computer Bild findet sich ebenfalls in der Absteiger-Top-10. Mehr als 10% gingen hier zudem der Freundin, der Bravo und der Brigitte verloren.

Unter den Titeln, die vor einem Jahr nicht bei der IVW gemeldet waren, finden sich immerhin sechs mit einer verkauften Auflage von mehr als 100.000: Laviva, das Lustige Taschenbuch, GartenFlora, freundin Donna, Hörzu Wissen und happinez.

Bei den überregionalen Tageszeitungen gibt es diesmal keinen einzigen Gewinner. Die sechs Blätter, deren Zahlen bereits vorliegen, büßten zwischen 0,1% (Handelsblatt) und 6,5% (Bild) ein. 

Wie immer gilt für die IVW-Vorabzahlen des VDZ-Auflagendienstes: Sie enthalten nur die Gesamtverkäufe, inklusive der von Verlagen leichter beeinflussbaren Bestandteile wie Bordexemplare und sonstige Verkäufe. Die kompletten Zahlen, inklusive der Einzelkategorien, liegen am Freitag vor, MEEDIA blickt dann noch einmal auf die Entwicklungen bei Abos und Kiosk-Verkäufen, insbesondere bei den Tageszeitungen.

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