24-jährige Lokalreporterin gewinnt Pulitzer

Publishing Erstmals in der 96-jährigen Geschichte hat die Pulitzer-Jury der New Yorker Columbia University einen Mitarbeiter eines reinen Online-Portals geehrt. David Wood von der Huffington Post erhielt für eine Reportage zum Werdegang von Kriegsveteranen den begehrten Pulitzer-Preis. Neben vielen Ehrungen für Lokalblätter entschied sich die Jury, in diesem Jahr keinem Roman die Auszeichnung zukommen zu lassen. Der Star der Veranstaltung war allerdings die 24-jährige Sara Ganim.

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Die Reporterin der Patriot News deckte einen Sex-Skandal im Football auf und löste damit eine nationale Debatte aus. Ihre Arbeit brachte den ehemals renommierten Defensiv-Trainer der Pennsylvania State University Jerry Sandusky schlussendlich vor Gericht. Die Jury lobte die seriöse und teilweise durch fünf Quellen abgesicherte Recherchearbeit der jungen Lokalreporterin.

Auch im Bereich “Public Service” konnten Lokaljournalisten punkten. Die Jury prämierte die akribische Recherchearbeit des Philadelphia Inquirer, der ein Jahr lang ein fünfköpfiges Rechercheteam auf das Thema “Gewalt in Schulen” ansetzte und aus einer riesigen Datenbank eine umfangreiche Reportage-Serie entwickelte, die online mit Videos begleitet wurde.
Der Pulitzer-Preis für "Breaking News Photography" ging in diesem Jahr an den AFP-Fotograf Massoud Hossaini für ein Foto eines schreienden Mädchens nach einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul.
Keinen Preis vergab die Jury dieses Mal im Bereich Fiktion. Manning Marable wurde posthum für seine Malcolm-X-Biographie im Bereich "History" geehrt.
Eine Übersicht aller Preiträger finden Sie hier.

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