ARD-Papier stellt „Gottschalk live“ in Frage

Fernsehen Die schlechten Quoten von "Gottschalk live" haben die ARD im ersten Quartal 2012 in der Zuschauergunst auf den vierten Platz hinter RTL, ZDF und die dritten Programme sinken lassen. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf ein internes ARD-Papier. Auch nach dem Neustart der Sendung mit überarbeitetem Showkonzept muss Thomas Gottschalk im ARD-Vorabend weiterhin Tiefstwerte für seine Sendung hinnehmen. Dem Sender fehlen nun rund 600.000 Zuschauer.

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Hauptgrund für die verschlechterte Marktsituation sei das veränderte Vorabendprogramm, das beim Publikum offenbar nicht anzukommen scheint. Mit einem Marktanteil von 12,3 Prozent liegt die ARD hinter RTL (13,5 Prozent) und dem ZDF (12,6 Prozent) sowie den eigenen dritten Programmen (12,5 Prozent). Holt der Vorabend nicht mehr Marktanteil, werde es schwierig, das Jahr erfolgreich abzuschließen, so das Ergebnis der Untersuchung. 
Ein Anstieg der Quoten für "Gottschalk live" scheint augenblicklich unwahrscheinlich. Nach dem "Neustart" der Sendung unter Redaktionsleiter Markus Peichl mit neuem Konzept verbuchte die Show neue Tiefstwerte. Das Hamburger Abendblatt berichtete Ende März, die Mehrheit der ARD-Intendanten habe sich in einer Schaltkonferenz für ein vorzeitiges Ende der Show ausgesprochen. 
In der Ausstiegsklausel des ARD-Vertrages zu “Gottschalk Live” ist vermerkt, dass die ARD die Sendung absetzen kann, sollte die Show bis zum 20. April durchschnittlich unter 10 Prozent Marktanteil bleiben. Mit Blick auf das interne Papier dürfte der Sender nun einmal mehr unter Zugzwang stehen.
Denn für "Gottschalk live" wurde der gesamte ARD-Vorabend umgestellt. Und die Quoten der Folgesendungen scheinen den Sender missmutig zu stimmen. Der Sender taxierte laut Spiegel den Verlust auf rund 600.000 Zuschauer zwischen 18 und 20 Uhr.

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