Aktion „Alle gegen Bild“ knackt 100.000-Marke

Publishing Die Aktion "Alle gegen Bild" (MEEDIA berichtete) hat bereits über 100.000 Unterstützer gefunden. Die Initiatoren rufen dazu auf, die Annahme einer Jubiläums-Bild-Ausgabe, die am 23. Juni an alle Haushalte verteilt werden soll, vorab zu verweigern. Die Protestseite ist inzwischen offline gegangen, offenbar weil der Server der Zahl der Anfragen nicht gewachsen war.

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Auf der Facebook-Seite der Aktion heißt es: "Liebe Freundinnen und Freunde,
leider ist der Server unter den Zugriffen momentan zusammengebrochen. Wir bedauern das sehr und versuchen das schnellstmöglich zu beheben! 
Bitte entschuldigt die technischen Probleme. Wir tun unser Bestes. Aber keine Sorge, bis zum 23. Juni ist auch noch genügend Zeit, damit alle absagen können."

Über die Seite Campact, auf der Initiativen Unterstützer für ihre Protestprojekte suchen können ("Kein Endlager in Gorleben!", "Vermögenssteuer fordern!") ist der Widerspruch in Richtung Axel Springer AG aber noch möglich. Der Zählerstand der "bisher verweigerten Exemplare" steht bei über 100.000. Die Initiatoren wollen erreichen, dass möglichst viele Haushalte die kostenlose Steckung der Zeitung untersagt. Begründet wird die Aktion mit "fragwürdigen Methoden" der Bild-Redaktion und ihrer Berichterstattung, die Persönlichkeitsrechte verletze.

Ob die Aktion wie geplant durchgeführt wird, ist noch nicht offiziell klar. Der Verlag hatte aber bereits nach Werbekunden gesucht, die in der Jubiläumsausgabe eine Anzeige schalten möchten – zum Preis von 4 Millionen Euro für eine Seite. Logistisch ist das Projekt nicht trivial – schließlich müssten an einem Samstag alle 41 Millionen Haushalte eine Ausgabe frei Haus bekommen. Minus die Verweigerer, versteht sich. Haushalte, die keine Bild-Ausgabe wollten, würden auch keine bekommen, falls die Aktion tatsächlich durchgeführt werde, sagt ein Bild-Sprecher. Das sei logistisch leicht machbar.

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