Nachrichtenmagazine im Auflagen-Minus

Wenig erbauliche Nachrichten hat die IVW am kommenden Montag für die großen Drei der aktuellen Wochenmagazine parat: Wie das Hamburger Abendblatt exklusiv vorab meldet, verlieren Spiegel, stern und Focus durchweg gegenüber dem Vorjahresquartal an Auflage. Am heftigsten gebeutelt wird dabei der Focus, der im Vergleich zweistellig nachgibt. Zwar ist ein deutliches Minus mit Blick auf den Sondereffekt durch die 1 Euro-Ausgabe im Vorjahr erwartet worden, doch die Auflage sackt zugleich auf ein historisches Tief.

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Laut Hamburger Abendblatt kommt das Münchner Magazin nur noch auf 541.295 verkaufte Exemplare, was 10,51 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum sind. Auch wenn man es in München nicht gerne hört, so sind die Querelen der Vergangenheit mit der Verpflichtung und Demission von Wolfram Weimer als Blattmacher und der internen Debatte um die Ausrichtung der Zeitschrift nicht spurlos vorübergegangen.
In den aktuellen MEEDIA-Coverchecks blieb der Focus im harten Einzelverkauf zuletzt häufiger unter der 100.000er-Marke, und vor allem für den Polittitel "Angriff der Piraten" verheißen die Grossisten-Einschätzungen ein neues EV-Desaster.
Demgegenüber sind die Rückgänge bei Spiegel und stern eher im Rahmen. Der Spiegel kommt – wieder laut Abendblatt – bei der IVW-Quartalsmeldung auf 933.394 verkaufte Exemplare, was einem Minus von 3,48 Prozent gleichkommt. Der stern gibt danach um 4,29 Prozent nach und erreicht eine Gesamtauflage von 825.903 Heften.

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