Samwers ziehen sich bei Groupon zurück

Publishing Es läuft gerade nicht sonderlich rund für die erfolgsverwöhnten Samwers: In Berlin entließen sie fast alle Mitarbeiter ihres Pinterest-Clons Pinspire und in den USA ziehen sie sich jetzt aus dem operativen Geschäft von Groupon zurück. Veit Dengler von Dell soll nun Ruhe in das internationale Geschäft des Schnäppchenportals bringen. Er übernimmt die Aufgaben der drei Brüder. Wie freiwillig ihr Rückzug ist, ist noch unklar. Eine gewisse Erleichterung dürfte sich in der Vertriebsabteilung breit machen.

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Es läuft gerade nicht sonderlich rund für die erfolgsverwöhnten Samwers: In Berlin entließen sie fast alle Mitarbeiter ihres Pinterest-Clons Pinspire und in den USA ziehen sie sich jetzt aus dem operativen Geschäft von Groupon zurück. Veit Dengler von Dell soll nun Ruhe in das internationale Geschäft des Schnäppchenportals bringen. Er übernimmt die Aufgaben der drei Brüder. Wie freiwillig ihr Rückzug ist, ist noch unklar. Eine gewisse Erleichterung dürfte sich in der Vertriebsabteilung breit machen.

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Seit der Übernahme von CityDeal durch Groupon kümmerten sich die Samwers im operativen Geschäft vor allem um den internationalen Vertrieb. Dort prägten sie den mittlerweile fast schon legendären "German Way" (Business Insider). So sollen sie die Geschäfte mit einer "Mischung aus Kompliment, Angst und Abscheu" führen. Im Februar sprach das deutsche Blog Gründerszene wegen den Arbeitsbedingungen bei der Berliner Dependance des Portals bereits von  "Groupon-Gomorrha". So berichtete das Blog von "einem intensiven Verschleiß". "Wer nicht performt, habe mit Konsequenzen zu rechnen, die von Aberkennung des Job-Titels bis hin zur Kündigung reichen."

Mit der Verpflichtung von Dengler fahren die Brüder ihr persönliches Engagement beim Schnäppchenportal zurück, wie Techcrunch berichtet. Sie sollen allerdings auch weiterhin den Gründer Andrew Mason beraten und auch ihre Anteile behalten sie natürlich.

Dieser Schritt ist Teil der Strategie, das Image zu verbessern. Groupon ist in der Vergangenheit nicht gerade oft als seriöses Unternehmen aufgefallen. Der peinliche Tiefpunkt war Ende März erreicht, als das Schnäppchenportal eingestehen musste, dass die Verluste im Weihnachtsquartal höher und die Umsätze niedriger ausgefallen waren, als eigentlich erst einmal bekannt gegeben wurden.

Als Erklärung führte Groupon an, die Rückerstattungen für die Käufer-Gutscheine sei größer ausgefallen als erwartet. Das Schnäppchenportal sprach selbst reumütig von "substanziellen Schwächen" bei internen Kontrollen in der Bilanzierung. Die Erklärung ließen auch Analysten gelten: "Es liegt wahrscheinlich daran, dass das Geschäft so rasch wächst, dass sie mit ihren Systemen nicht hinterherkommen", wurde Herman Leung von Susquehanna Financial Group von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert. "Vielleicht haben sie auch nicht genug Finanzpersonal."

Dieser Kommentar lässt allerdings darauf schließen, dass Dengler nicht der letzte Top-Manager ist, den das Start-up in naher Zukunft verpflichten wird.

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