Google mit solider Bilanz und Aktiensplit

Publishing Viel los bei Google nach Handelsschluss: Zum Auftakt der turnusmäßigen Berichtssaison vermeldete der wertvollste Konzern der Welt Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal, die im Ganzen solide ausfielen. Die Umsätze lagen leicht unter den Erwartungen, die Gewinne über den Konsensschätzungen der Analysten. Die eigentliche News des Abends ist jedoch die überraschende Ankündigung eines Aktiensplits: Künftig wird es zwei Klassen von Google-Anteilsscheinen geben – A- und C-Aktien.

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Ein Jahr ist Larry Page nun schon Google-CEO: Ein Jahr, in dem mit der Übernahme von Motorola und dem Launch des Social Networks Google+ viel passiert ist – nur nicht wirklich an der Börse. Bei 592 Dollar stand die Google-Aktie vor einem Jahr, ala Page den Vorstand übernahm, 651 Dollar werden heute bewilligt – ein Plus von 10 Prozent, immerhin. 

Das Geschäft wächst indes schneller, wie die jüngsten Geschäftszahlen belegen: 3,33 Milliarden Dollar oder 10,08 Dollar je Aktie verdiente Google zwischen Anfang Januar und Ende März – ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der auch die Analystenschätzungen übertraf. Die Volkswirte hatten durchschnittlich mit einem Gewinn je Aktie von 9,65 Dollar gerechnet.

"Android, Chrome und YouTube haben starkes Momentum"
Allerdings enttäuschten die Erlöse leicht: Die Netto-Umsätze (ohne Transaktionskosten) lagen bei 8,14 Milliarden Dollar minimal unter den Analystenschätzungen von 8,15 Milliarden. Der Gesamtumsatz stieg um 24 Prozent auf 10,65 Milliarden Dollar.  

Konzernchef Larry Page zeigte sich mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. "Wir haben starkes Momentum unserer großen Wetten in Produkte wie Android, Chrome und YouTube gesehen. Wir sind in einer sehr frühen Phase, wie Technik das Leben der Menschen verbessern kann, und wir haben große Möglichkeiten", verbreitet Page Aufbruchsstimmung. "Es ist eine äußert spannende Zeit, um bei Google zu arbeiten."

Google splittet Anteilsscheine in A- und C-Aktien

Damit spielt Page auch auf den jüngsten Hoffnungsträger an – das soziale Netzwerk Google+, das Ende Juni vergangenen Jahres an den Start ging. Über 170 Millionen Nutzer hätte Googles Facebook-Rivale bereits, erklärt Page, der sich zudem über "das schnelle Wachstum" und die "beeindruckende Interaktion" der Nutzer freute. Aktive Nutzerzahlen nannte der Google-CEO indes nicht. 

Dafür hatte der Google-Mitbegründer seinen Aktionären aber eine andere überraschende Mitteilung zu machen: Page verkündete einen Aktiensplit mit Verhältnis 2:1! Doch der läuft anders ab als bei den meisten Unternehmen: Google teilt seine Anteilsscheine nämlich in zwei Klassen auf – die stimmberechtigten A-Aktien und die neu hinzukommenden C-Aktien, die keine Stimmenrechte auf einer Hauptversammlung haben (Vorzugsaktien). 

Google-Aktionäre reagierten überraschend teilnahmslos auf die Bilanz als auch auf die Ankündigung zum Aktiensplit. Die Google-Aktie legte im nachbörslichen Handel gerade mal einen Dollar auf 652 Dollar zu. 

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