GEMA: mit Plakaten gegen Musik-Piraten

Marketing Die Urheberrechts-Debatte wird noch bunter: Neben Drehbuchautoren, Managern, Künstlern, Hackern und Piraten diskutiert jetzt auch die GEMA mit. Oder lässt erst einmal Plakate für sich sprechen. Der Verband startet eine Image-Kampagne mit den Ziel, die Wertschätzung der kreativen Leistung, die hinter jedem Lied steckt, zu erhöhen. Deshalb der Slogan: „Musik ist uns was wert“. Hinter der Aktion schimmert der Irrglauben durch, dass vielen Web-Nutzern Musik nichts wert sei.

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Im Mittelpunkt der von Philipp und Keuntje konzipierten Kampagne stehen nicht die Sänger und Interpreten, sondern die Komponisten und Liedtexter. Auf sechs Motiven wird gezeigt, wie die Welt ohne die Leistung der Songschreiber aussehen würde.

Ab dem 17. April hängen die großen Motive in 14 Großstädten, darunter Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Zeitgleich soll die Kampagne noch ins Web verlängert werden. Zum einen wird es über die neue Plattform musik-ist-uns-was-wert.de ein Gewinnspiel geben, bei dem Privatkonzerte von Schiller, den H-Blockx, Kostantin Wecker und Moritz Eggert verlost werden.

Zum anderen startet Anfang Mai das neue Angebot Tonwietext.de, über das Jugendliche angesprochen werden sollen. Mit Hilfe von Videos und „jugendgerechter Sprache“ sollen die Kids für die Tätigkeit der Urheber sensibilisiert werden und ein Bewusstsein für den kreativen Schaffensprozess geweckt werden.

Ob diese Maßnahme inklusive eine Budgets im niedrigen einstelligen Millionenbereich wirklich ausreichen, um die Wahrnehmung für den Wert der kreativen Leistung von Textern und Komponisten zu steigern, sei dahingestellt. Wahrscheinlich hat die viel zitierte Radio-Wutrede von Sven Regner einen höheren Impact gehabt, als die wirklich gut gemachte Kampagne von Philipp und Keuntje bekommen dürfte. Das weiß auch die GEMA und bezeichnete die fünf-Minuten-Tirade des Element of Crime-Sängers jetzt schon als „Glücksfall“.

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