Yahoo-Klage: Facebook schlägt zurück

Wer eine Fehde eröffnet, muss mit Gegenschlägen rechnen. So geschehen nun bei der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Yahoo und Facebook. Drei Wochen ist die Klage des Internet-Pioniers gegen das weltgrößte Social Network alt. Facebook beantwortete sie mit Patent-Zukäufen von IBM – und nun einer Gegenoffensive. Das weltgrößte Social Network verklagt nun seinerseits Yahoo! Das Timing für die juristischen Auseinandersetzung ist ungünstig: Der nahende Börsengang droht, überschattet zu werden.

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Wer eine Fehde eröffnet, muss mit Gegenschlägen rechnen. So geschehen nun bei der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Yahoo und Facebook. Drei Wochen ist die Klage des Internet-Pioniers gegen das weltgrößte Social Network alt. Facebook beantwortete sie mit Patent-Zukäufen von IBM – und nun einer Gegenoffensive. Das weltgrößte Social Network verklagt nun seinerseits Yahoo! Das Timing für die juristischen Auseinandersetzung ist ungünstig: Der nahende Börsengang droht, überschattet zu werden. 
Drei Wochen ist Yahoo Verzweiflungstat her: Der Internet-Pionier verklagte das weltgrößte Social Network in gleich zehn Fällen auf Patentrechtsverletzung. Yahoo war der Meinung, dass "Facebooks komplettes Modell des sozialen Netzwerks" auf  Technologien und Ideen basiere, die Yahoo zuerst entwickelt habe. Facebook habe sich diese jahrelang unerlaubterweise zunutze gemacht, teilte das Online-Portal mit.
Das Imperium schlägt nun jedoch zurück: Ebenfalls in zehn Fällen wirft Facebook jetzt Yahoo Patentsrechtsverletzung vor. Die Vorwürfe sind ähnlich: Yahoos Online-Dienste würden ihrerseits Facebooks Ideen kopieren – wie etwa im Falle Flickrs, bei der Suchoptimierung, dem Newsfeed oder der Markier-Funktion.
Gegenschlag mit IBM-Patenten
Wie nachhaltig Facebooks Gegenargumente sind, lässt sich nur schwer abschätzen. Fest scheint aber nach dem Gegenschlag zu stehen: Facebook wehrt sich mit allen Mitteln und scheint nicht bereit, Yahoo kurz vor dem eigenen Börsengang in einem Moment der Schwäche entgegenkommen zu wollen. Als Abwehrmaßnahme gegen Yahoos Klage hatte das weltgrößte soziale Netzwerk bereits in der vorvergangenen Woche 750 Patente von IBM erworben. 
Die Erfolgsaussichten von Yahoo wurden von Branchenexperten ohnehin bezweifelt; vielmehr wurde die Offensive als Manöver des neuen CEO Scott Thompson gedeutet, um vom eigenen kriselnden Kerngeschäfts abzulenken und mögliche Zusatzerlöse zu erzielen. Yahoo hatte ebenfalls vor dem IPO von Google geklagt und war so zu einer dreistelligen Millionensumme gekommen. 
Facebook vor IPO schon über 100 Milliarden Dollar wert
So offen dieser Versuch erscheint – Facebook könnte zumindest leicht in den letzten Wochen vor dem nahenden Börsengang gestört werden. In der vergangenen Woche vermeldeten mehrere US-Medien, das IPO stehe im Mai an. Das Blog Venturebeat wollte gar vom einem Zeitpunkt Ende April erfahren haben und kündigte für diese Woche den Startschuss der Roadshow an. Daraus ist jedoch nun bis zur Mitte der Woche schon mal nichts geworden.
Die andauernde juristische Auseinandersetzung mit Yahoo hat Facebook bereits zu Korrekturen am Börsenprospekt gezwungen. In einer überarbeiteten Fassung erklärte das acht Jahre Internet-Unternehmen die Fehde mit Yahoo bereits zum Risikofaktor. Nichtsdestoweniger reißen sich Anleger am Sekundärmarkt weiter um Facebook-Aktien. Ende letzter Woche, als der außerbörsliche Handel mit Anteilsscheinen von Facebook eingestellt wurde, wurde das weltgrößte soziale Netzwerk bereits mit über 103 Milliarden Dollar bewertet. 

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