US-Verlage starten E-Paper-Flatrate

Publishing Eine Reihe namhafter US-Verlage hat sich zusammengeschlossene und eine gemeinsame E-Paper-Flatrate für Tablet-Computer gestartet. Die Verlage Condé Nast, Hearst, Meredith und Rupert Murdochs News Corp. haben dafür das Joint Venture Next Issue Media ins Leben gerufen. Für 9,99 Dollar pro Monat können Nutzer dort 27 verschiedene monatliche und 14-tägliche Magazine lesen. Für 14,99 Dollar kommen sogar Wochenmagazine dazu. Klingt gut. Es gibt aber ein paar Haken.

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Eine Reihe namhafter US-Verlage hat sich zusammengeschlossene und eine gemeinsame E-Paper-Flatrate für Tablet-Computer gestartet. Die Verlage Condé Nast, Hearst, Meredith und Rupert Murdochs News Corp. haben dafür das Joint Venture Next Issue Media ins Leben gerufen. Für 9,99 Dollar pro Monat können Nutzer dort 27 verschiedene monatliche und 14-tägliche Magazine lesen. Für 14,99 Dollar kommen sogar Wochenmagazine dazu. Klingt gut. Es gibt aber ein paar Haken.

Die Magazine, die man für 9,99 Dollar pro Monat lesen kann sind: All You, Allure, Better Homes and Gardens, Car and Driver, Coastal Living, Condé Nast Traveller, Cooking Light, Elle, Esquire, Essence, Fitness, Fortune, Glamour, Golf, Health, InStyle, Money, Parents, People en Espanol, People StyleWatch, Popular Mechanics, Real Simple, Southern Living, Sports Illustrated Kids, Sunset, This Old House und Vanity Fair. Für 14,99 Dollar gibt es dann noch die aktuellen Wochen-Magazine Entertainment Weekly, People, Sports Illustrated, The New Yorker und Time obendrauf.

Die E-Paper-Ausgaben kann man in einer eigenen, einheitlichen Next Issue Media App lesen. Dort können auch Einzelausgaben der jeweiligen Magazine gekauft werden. Derzeit steht der Service aber nur für Tablets zur Verfügung, die mit Googles Android-Betriebssystem laufen, also etwa das Samsung Galaxy Tab oder Motorolas Xoom. Für das iPad befindet sich die App noch in der Genehmigungsphase des Apple App Store. Mit einer Freigabe wird aber in Kürze gerechnet.

Die noch fehlende Freigabe im Apple App Store ist aber das kleinere Problem von Next Issue Media. Der größere Haken dürfte das Pricing sein. Bei Kernfrage ist, ob Nutzer überhaupt ein inhaltlich derart breit gefächertes Zeitschriften-Angebot zu einem Flatrate-Preis haben wollen. Die Zielgruppen von, sagen wir mal, Glamour und Popular Mechanics dürften nicht allzu deckungsgleich sein. Die US-Werbefachzeitschrift AdAge weist zudem mit Recht darauf hin, dass viele der Magazine bei Next Issue Media bereits attraktive, sprich: billige, Print-Abos anbieten und Print-Kunden oftmals die Digital-Abos ohne Zusatzkosten dazu bekommen.

Bei Filmen funktionieren Flatrate-Modelle, wie sie in den USA beispielsweise von Netflix oder hierzulande von Maxdome oder Amazons Lovefilm angeboten werden. Ob sich das Prinzip Flatrate auch auf Magazine übertragen lässt, das ist die Wette, die hinter Next Issue media steckt. Ob diese Wette von den US-Verlegern gewonnen oder verloren wird, dürfte man auch diesseits des Atlantiks mit Interesse verfolgen.

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