RTL muss zahlreiche Werbepreise senken

Fernsehen Auch Dauer-Marktführer RTL ist nicht vor Flops und rückläufigen Zuschauerzahlen sicher. Und wie im Privatfernsehen üblich folgt negativen Entwicklungen fast zwangsläufig das Senken der Werbespotpreise, um konkurrenzfähig zu bleiben. Nach MEEDIA-Infos hat RTL daher zum 1. April diverse Tarife gesenkt. Am deutlichsten ging es dabei für Inka Bauses Doku-Soap "Jugendliebe" nach unten - um bis zu 32%. Ebenfalls deutlich billiger ist nun die US-Serie "Royal Pains", getroffen hat es auch "GZSZ".

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Ein 30 Sekunden langer Spot in "Jugendliebe", das derzeit am Sonntagvorabend ausgestrahlt wird, kostet demnach im April nun in den beiden Werbebreaks nicht mehr 49.560 Euro, bzw. 53.100 Euro, sondern nur noch 33.630 Euro, bzw. 38.940 Euro. Ein Minus von 27% bzw 32%. Der Grund ist klar: Der Sender hatte sich von der Inka-Bause-Doku-Soap wesentlich mehr erwartet. Doch statt Top-Quoten erreichte sie seit dem Start am 11. März nur Marktanteile von 13,9%, 14,1% , 14,1% und 13,2% bei den 14- bis 49-Jährigen. Der 12-Monats-Durchschnitt des Senders liegt aber bei deutlich höheren 18,0%.

Klar unter dem Soll liegt auch die US-Serie "Royal Pains", die 2012 bisher nur 14,3% erreichte. Auch das ist zu wenig, um die Werbepreise zu rechtfertigen und so wurden sie zum 1. April um 11% bis 14% gesenkt. Ein 30 Sekunden langer Spot kostet in den beiden Werbebreaks der Serie im April nun 44.250 Euro bzw. 31.860 Euro.

Auch für einige Dauerbrenner, die derzeit etwas schwächeln, geht es nach unten, allerdings nicht so deutlich wie bei "Jugendliebe" und "Royal Pains". So ist Reklame bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" seit dem 1. April 2% bis 7% günstiger, ein Spot bei "Alles was zählt" kostet 4% weniger und einer bei "Wer wird Millionär?" am Montag 5% weniger als geplant. Die Freitags-Ausgabe der Quizshow entwickelt sich hingegen offenbar etwas über den RTL-Erwartungen: Hier kostet ein Werbespot nun 3% mehr. Die rückläufigen Zuschauerzahlen des Scripted-Reality-Nachmittags machen sich in der Preisplanung ebenfalls bemerkbar: Spots bei "Familien im Brennpunkt" und "Betrugsfälle" sind nun für 6% bis 7% weniger zu haben.

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