Wie Jauch in den April geschickt wurde

Fernsehen Thema bei “Günther Jauch” am vergangenen Sonntag, dem 1. April, waren die steigenden Benzinpreise. Geladen waren u.a. die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn, ARD-Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar und Rennfahrer-Legende Niki Lauda. Im Laufe der Diskussion warf Yogeshwar die Behauptung in die Runde, dass man mit Hilfe des Treibstoffzusatzes Natriumhydrogencarbonat (Backpulver) die Spritkosten bei Benzin um bis zu 15 Prozent senken könne. Der 1. April nahm seinen Lauf.

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Diese Möglichkeit des Kraftstoffsparens sei von den Mineralölkonzernen und der Autoindustrie bislang sträflich vernachlässigt worden, sagte der ARD-Alleserklärer Yogeshwar mit der ihm eigenen Autorität. Er verwies an Niki Lauda, da der Backpulver-Trick angeblich in der Formel 1 her kenne. Lauda brummelte ganz trocken etwas davon, dass “der Ecclestone” das bei der Formel 1 schon hätte einführen wollen, aber aus verschiedenen Gründen hat man das dann doch nicht usw.

Günther Jauch wurde recht schnell misstrauisch und wollte dringend von der Backpulver-Diskussion wieder runter. Die Treibstoff-Problematik würde sich nicht mit Backpulver lösen lassen, meinte er aber Yogeshwar ließ nicht locker. Doch, doch es gebe diese Untersuchungen, insistierte er und verwies an Bärbel Höhn. Die war offenbar auch eingeweiht und erläuterte Jauch, dass man die Backpulver-Debatte im vergangenen Jahr im Bundestag ja bereits gehabt hätte und da auch zu keiner Lösung gekommen wäre …

Günther Jauch wurde es dann zu bunt. “Autos fahren nicht mit Backpulver!” rief er und würgte die Gaga-Diskussion ab. Da meldete sich Ranga Yogeshwar noch einmal zu Wort: “Bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, morgen Backpulver in seinen Tank zu schütten”, wolle er an das aktuelle Datum erinnern: “Wir haben den 1. April, das war ein Scherz.” Jauch schwankte zwischen Erleichterung und Genervtheit. “Ich habe schon kurz an meinem Verstand gezweifelt. Das kann auch nur jemandem von der ARD einfallen”, meinte er und weiter ging es mit dem Talk über die Benzin-Wut.

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