Attacke: Telekom will Bundesliga-Rechte

Fernsehen Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, nun bestätigte ein Telekom-Sprecher gegenüber Reuters noch einmal ganz offiziell, dass der Konzern die Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga ab der Saison 2013/14 kaufen will. Bisher hält die Telekom nur die IPTV-Rechte, nun soll es das Komplettpaket von Satellit, Kabel, IPTV und Mobilfunk sein. Die Deutsche Fußball-Liga erhofft sich Mehreinnahmen von dem Vergabepoker. Pro Saison sollen demnach rund 500 Millionen Euro in die Kassen der DFL fließen.

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Bis Montag um 15.30 Uhr mussten die Gebote für die Übertragungsrechte abgegeben worden sein. In der ersten Runde konnten bis zu 15 Unternehmen für die verschiedenen Rechte mitbieten. Neben TV-Sendern (ARD, ZDF, ProSiebensat.1, Sport1, Sky, etc.) könnten zu den Bietern auch Verlage (z.B. Axel Springer AG), Internet-Unternehmen (z.B. Google, Yahoo) und Rechteverwerter zählen. Es gilt als wahrscheinlich, dass nach der ersten Runde eine weitere Bieterrunde eingeläutet wird.

Wie Reuters nun berichtet, will die Telekom die Spiele nicht zwingend selber zeigen, sondern an andere Anbieter weiterverkaufen, um eine große Abdeckung zu ermöglichen. Bisher hat der Bonner Konzern eine Sublizenz an Constantin Sport vergeben, die die Sendung "Liga Total" für das Internet produziert. Die Telekom darf selber nicht als Produzent in Erscheinung treten, denn der Staat hält weiter einen Anteil von etwa einem Drittel.

Hauptkonkurrent der Telekom um die Rechte an den Live-Übertragungen im Bezahlfernsehen ist der Sender Sky von Rupert Murdoch. In dem Bieterverfahren wird auch entschieden, ob es künftig noch eine Zusammenfassung der Spiele im frei empfangbaren TV nach dem ARD-Sportschau-Prinzip geben wird.

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