ProSieben senkt „Topmodel“-Werbepreise

Fernsehen Das abnehmende Interesse der Deutschen an Castingshows fordert ein weiteres Opfer. Nach MEEDIA-Informationen hat ProSieben wegen der enttäuschenden Quoten der neuen "Germany's next Topmodel"-Staffel die Spotpreise der Reihe gesenkt. Seit dem 15. März kostet 30 Sekunden lange Werbung innerhalb der Sendung demnach bis zu 31,7% weniger. Einige Wochen zuvor hatte RTL schon die "Deutschland sucht den Superstar"-Tarife gesenkt - um immerhin 10%.

Werbeanzeige

Die ersten fünf Folgen der inzwischen siebten "Germany’s next Topmodel"-Staffel sahen bei ProSieben 1,99 Mio. 14- bis 49-Jährige – ein Marktanteil von 16,0%. Zwar liegt die Castingreihe damit weiterhin deutlich über dem 12-Monats-Durchschnitt des Senders (11,8%), doch auch klar unter dem Vergleichswert der vorigen Staffel. 2011 kamen die ersten fünf Episoden nämlich noch auf 2,28 Mio. 14- bis 49-Jährige und 17,8%. Die Sendung vom 8. März fiel mit 14,8% sogar auf den schwächsten "Topmodel"-Marktanteil seit der ersten Staffel im Jahr 2006. Von den Traum-Marktanteilen der Staffeln 3 und 4, die 2008 und 2009 im Durchschnitt 23,1% und 24,1% holten, entfernt sich "GNTM" immer mehr. Immerhin: In der vergangenen Woche kletterte die Reihe wieder auf bessere 16,6%.

Dennoch: Die rückläufigen Quoten führen dazu, dass der ProSieben-Vermarkter SevenOne Media reagieren musste. Sollten 30 Sekunden Werbung in "Germany’s next Topmodel" im April ursprünglich je nach Werbeunterbrechung zwischen 66.240 Euro und 80.160 Euro kosten, sind es nach der Preisanpassung nun nur noch 52.110 Euro bis 54.720 Euro. Je nach Werbepause ist das ein Minus von 21,3% bis 31,7%.

Heidi Klums "Topmodels" stehen mit ihren rückläufigen Zuschauerzahlen allerdings nicht allein da. Vor einigen Wochen musste auch RTL reagieren: "Deutschland sucht den Superstar" kommt nicht an die Vorjahreszahlen heran, sodass Vermarkter IP Deutschland schon vor dem Start der Mottoshows die Werbepreise senken musste. Statt 99.120 Euro kosten 30 Sekunden Reklame dort im April nun 89.220 Euro – ein Minus von 10%. Für den Ableger "DSDS Kids", der am 5. Mai mit vier Folgen startet, kalkuliert man vorsorglich schonmal etwas vorsichtiger: Auf dem Samstags-Prime-Time-Platz, auf dem drei der vier Ausgaben zu sehen sind, kostet ein 30-Sekünder 76.590 Euro und damit auf die Mai-Preise umgerechnet noch einmal 9% weniger als beim Original.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige