Medienhüter kritisieren Bundesliga-Rechte für Telekom

Fernsehen Gerd Bauer, der Direktor der Landesmedienanstalt Saarland (LMS), hat sich gegen die umfangreiche Vergabe der Bundesliga-Übertragungsrecht an die Deutsche Telekom ausgesprochen. "Die Trennung von Netzbetrieb und Rundfunkinhalten" solle dazu beitragen, die Meinungsvielfalt zu erhalten. Wenn jedoch die Telekom weitere Rechte kaufe, sei das ein "Widerspruch zu einer bestmöglichen Sicherung von Meinungsvielfalt".

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Für Bauer geht es um die Nähe der Telekom zum Staat. Der Bund besitzt nämlich fast ein Drittel der Anteile an der Telekom und so darf der Konzern laut Gesetz nicht gleichzeitig als Rundfunkveranstalter und Anbieter von Inhalten auftreten. Aber genau das würde passieren, wenn die Telekom von der Deutschen Fußball Liga den Zuschlag für die Rechte an einer Bundesligaübertragung via Satellit, Kabel und Terrestrik erhalte, so der Branchendienst Horizont.
"Die Trennung von Netzbetrieb und Rundfunkinhalten soll dazu beitragen, die Meinungsvielfalt zu sichern und zu verhindern, dass derjenige, der wesentliche Teile der technischen Infrastruktur betreibt und dadurch auch kontrolliert, gleichzeitig für die Inhalte zuständig ist, die hierüber transportiert werden," so Gerd Bauer. "Eine solche Zusammenballung von technischer, ökonomischer und publizistischer Macht stünde im Widerspruch zu einer bestmöglichen Sicherung von Meinungsvielfalt." Rundfunkveranstalter ohne eigene Infrastruktur wären dadurch von Anfang an strukturell benachteiligt.

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