LinkedIn und Priceline schlagen Apple

Das Börsenjahr 2012 ist nicht mal ein Quartal alt, doch schon lichtet sich das Feld. Apple elektrisiert mit seinen scheinbar phänomenalen Kurszuwächsen Anleger rund um den Erdball. Doch kurioserweise liegt der iPhone-Hersteller trotz seiner Rallye mit Zuwächsen von 50 Prozent auf inzwischen über 600 Dollar dieses Jahr nicht vorne. Die Aktien eines E-Commerce-Anbieters, eines Reiseportals und eines Online-Business-Netzwerks liefen 2012 bislang noch besser als die Anteilsscheine von Apple. Ein Überblick.

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Das Börsenjahr 2012 ist noch nicht mal ein Quartal alt, doch schon lichtet sich das Feld. Apple elektrisiert mit seinen scheinbar phänomenalen Kurszuwächsen Anleger rund um den Erdball. Doch kurioserweise liegt der iPhone-Hersteller trotz seiner Rallye mit Zuwächsen von 50 Prozent auf inzwischen über 600 Dollar dieses Jahr nicht vorne. Die Aktien eines E-Commerce-Anbieters, eines Reiseportals und eines Online-Business-Netzwerks liefen 2012 bislang noch besser als die Anteilsscheine von Apple. Ein Überblick.

Keine Frage: Es ist nicht das schlechteste Börsenjahr für Apple-Aktionäre bislang. Um sage und schreibe 50 Prozent zogen die Papiere des iPhone-und iPad-Herstellers bereits seit dem 1.1. an – ein viel beachteter Aufschwung von 405 zur Jahresstart auf nunmehr 607 Dollar.

Doch überraschenderweise zählt Apple, obwohl fast keine Schlagzeile mehr den vermeintlichen Gipfelsturm unkommentiert lässt, damit dennoch nicht zu den drei besten Technologie- oder Internetwerten des Jahres. Tatsächlich hat sich ein Trio herauskristallisiert, das ihren Anteilseigner seit Januar gar noch mehr Kurszuwächse bescherte:

Salesforce: + 55 Prozent

Es klang wie ein ziemlich deplatzierter Seitenhieb: "Steve, ich vermisse Dich wahnsinnig", twitterte Salesforce-CEO Marc Benioff vor knapp zwei Wochen, als Apple-CEO Tim Cook das neue iPad enthüllte. Und legte noch nach: Das iPad – ohne Verweis auf die dritte Generation – sei ein langweiliger Name, genau wie ganze Präsentation. Nun ja.

Benioff kann sich die großen Töne allerdings leisten: Der Vorstand des Business-Software-Anbieters hat Apple in der bisherigen Jahresbilanz um 5 Prozent abgehängt und ist heute bei 157 Dollar bis auf weniger als drei Dollar an die bisherigen Allzeithochs herangerückt.

Priceline: +57 Prozent
Es ist ein beständiger Ritt im Windschatten. Schon wieder 57 Prozent liegt der Online-Reiseanbieter Priceline seit Januar vorne. Der Höhenflug  kommt nicht von ungefähr – auch in den Vorjahren verzückte Priceline seine Aktionäre mit rasanten Kurssprüngen: 83 Prozent Plus waren es 2010, 228 Prozent sogar ein Jahr zuvor. Mit nunmehr 735 Dollar könnte Priceline sogar Apple beim Wettlauf um die 1000-Dollarmarke abhängen.

Durch die exorbitanten Zuwächse ist der Pricelines Börsenwert inzwischen in Dimensionen angekommen, die diesseits des Atlantiks kaum jemand wirklich zu registrieren scheint: Mit einer Marktkapitalisierung von 36 Milliarden Dollar ist der Online-Reiseanbieter, der unter anderem das Hotelbuchungs-Portal Booking.com betreibt, inzwischen zum wertvollsten Internet-Unternehmen der Welt aufgestiegen.

LinkedIn: +60 Prozent
Man glaubt es kaum: Die Internetaktie des vergangenen Jahres ist die Internetaktie des neuen Jahres. Obwohl mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 800 als vollkommen überteuert verschrien, dominiert LinkedIn weiter nach Belieben an den Aktienmärkten.

Sogar die 100-Dollar-Marke hat das Online-Business-Netzwerk heute erstmals seit vergangenem Sommer wieder zurückerobert. Bei exakt 101,38 Dollar notiert die LinkedIn-Aktie, deren letzte Quartalszahlen bei Anlegern Kursfantasie entfachten, damit seit dem 1. Januar mehr als 60 Prozent höher!

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