Apple: Tim Cooks chinesische Reise

Es ist Apples letzte große Eroberung: Der chinesische Markt, der bereits nach den USA der zweitwichtigste für den iPhone- und iPad-Hersteller darstellt – jeden sechsten Dollar setzte Apple bereits im Reich der Mitte um. Da wird es schon mal Zeit für einen Antrittsbesuch: Erstmals als CEO ließ sich Tim Cook sehr öffentlichkeitswirksam in China ablichten. Die Mission, obwohl nicht namentlich umrissen, scheint klar: Apples Wachstum. Rivale Google könnte unterdessen Konkurrenz bei der Suche auf chinesischen iPhones oder iPads bekommen.

Werbeanzeige

Es ist Apples letzte große Eroberung: Der chinesische Markt, der bereits nach den USA der zweitwichtigste für den iPhone- und iPad-Hersteller darstellt – jeden sechsten Dollar setzte Apple bereits im Reich der Mitte um. Da wird es schon mal Zeit für einen Antrittsbesuch: Erstmals als CEO ließ sich Tim Cook sehr öffentlichkeitswirksam in China ablichten. Die Mission, obwohl nicht namentlich umrissen, scheint klar: Apples Wachstum. Rivale Google könnte unterdessen Konkurrenz bei der Suche auf chinesischen iPhones oder iPads bekommen.
Betriebsausflug der besonderen Art: Vorstandschef Tim Cook wurde gestern im Apple Store in Peking gesichtet. Das Besondere daran? In den 22 Jahren in zwei Amtszeiten als Apple-CEO war Steve Jobs nie in China – zumindest offiziell. Nun setzt der neue Apple-Chef erneut ein Ausrufezeichen und schlägt mit dem Besuch im Reich der Mitte ein neues Kapitel auf. 
Welche Mission Cook, der zuvor als COO schon mehrmals in China war, diesmal in das asiatische Riesenreich führte, bleibt Spekulation. Apple-Pressesprecherin Carolyn Wu erklärte vielsagend, China wäre – Überraschung – "sehr wichtig" für Apple: "Wir freuen uns auf neue Wachstums- und Investmentmöglichkeiten." Tim Cook hätte sich mit chinesischen Funktionären getroffen und "großartige Gespräche" gehabt.
Spekulationen über neuen Mobilfunkanbieter
Die Spekulationen, um was es sich dabei gehandelt haben könnte, dürften entsprechend überborden: Ging es um den andauernden Rechtsstreit mit Proview über die Verwendung der Namensrechte "iPad"? Ging es um den immer wieder in die Kritik geratenen Zulieferer Foxconn? Oder etwa um einen Mobilfunkanbieter?
Diese Gerüchte nämlich keimten gestern ebenfalls auf. Bislang vertrieb der wertvollste Konzern der Welt sein iPhone über China Unicom und ergänzte den Vertriebskanal erst vor wenigen Wochen mit China Telecom. Der größte Provider des 600 Millionen Nutzer starken Mobilfunkmarktes, China Mobile, rückt nun in Visier der Spekulationen.  
Steht das neue iPad vor China-Launch?
Ähnliches gilt möglicherweise auch bald für das neue iPad, das – ungeachtet der rechtlichen Auseinandersetzung mit Proview – bislang noch nicht im Reich der Mitte vertrieben wird. Wie das US-Blog Engadget berichtet, würden die Lagerbestände des Vorgängermodells zurückgefahren, während das neue iPad seine Zulassung für den chinesischen Markt erhalten habe. 
Es gebe "keine Neuigkeiten", wiegelt die Apple-Sprecherin gegenüber dem Wall Street Journal ab, doch Aktionäre dachte wohl bereits weiter und schickten die Anteilsscheine von Apple nach den Gerüchten um zwei Prozent höher. Ebenfalls nach oben ging es im Sog der Spekulation für Baidu-Aktien: Nach US-Medienberichten erwägt Tim Cook den lokalen Champion als Suchmaschine auf iPhones und iPads zu ergänzen. Leidtragender wäre Rivale Google, dessen Suche bislang die Grundeinstellung ist. 

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige