Kachelmann-Buch ein Rechtsrisiko?

Publishing Kurz nach seinen Freispruch kündigte Jörg Kachelmann eine schriftliche Aufarbeitung der vergangenen Prozess-Monate an. Unter dem Titel "Mannheim" sollte sein Buch bereits im Januar erscheinen. Doch obwohl sich das Werk schon seit Monaten bei Amazon vorbestellen lässt, müssen die Fans des Meteorologen wohl noch länger auf das Buch warten. Denn laut Focus soll der Verlag Hoffmann und Campe aus Sorge vor rechtlichen Konsequenzen abgesprungen sein - ein Umstand, den der Verlag nicht bestätigt.

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Der Verlag soll Abstand von dem Buchprojekt genommen haben, weil das Manuskript laut Focus zu wirr und wüst sei. Zudem soll Hoffmann und Campe juristische Schwierigkeiten befürchtet haben. Allerdings war der Hamburger Verlag auf MEEDIA-Anfrage nicht bereit, den Bericht zu bestätigen.

Sollte die Focus-Meldung zutreffen, käme ihre Entscheidung von Hoffmann und Campe recht spät. Denn schon länger lässt sich das Buch für 19,99 Euro bei Amazon vorbestellen.

Tatsächlich dürfte Kachelmann auch mit einigem juristischen Gegenwind rechnen. Zumindest hatte er selbst bereits diese Taktik mit Erfolg angewandt. So berichtet Alice Schwarzer bereits während des Prozesses in ihrer Bild-Kolumne, dass Ralf Höcker, Medienanwalt des Meteorologen, ein Buch der Emma-Herausgeberin zum Fall Kachelmann verhindern wollte, obwohl es noch nicht einmal geschrieben war. So soll Höcker sie darauf hingewiesen haben, dass ihr Werk "fast sicher angreifbare Rechtsverletzungen enthalten" würde.

Statt bei Hoffmann und Campe soll „Mannheim“ jetzt beim Münchner Heyne Verlag erscheinen. Allerdings hat sich der vermeintliche neue Verlag noch nicht auf MEEDIA-Anfrage dazu geäußert. 

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