„Wir wissen, was die Leute wann wollen“

Marketing Alternative Werbung als Erfolgsfaktor: Um 71 Prozent konnten die Webguerillas ihren Umsatz auf 9,4 Millionen Euro im vergangenen Jahr steigern. Damit sprangen die Münchner im Ranking der größten inhabergeführten Agenturen von Position 33 auf 21. Dank Monitoring und Crowdsourcing meint Chef-Guerillero David Eicher mittlerweile in der Lage zu sein, "Trends und den potenziellen Erfolg einer Kampagne oder Idee schon beurteilen zu können, bevor sie fertig konzipiert ist."

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Sie legen am heutigen Donnerstag ihre Bilanz vor. Zufrieden?
Sehr. 2009 konnten wir um 84 Prozent wachsen, 2010 um 96 Prozent und 2011 nun um 71 Prozent.

Oha. Die Tendenz geht also klar nach unten?
Sehr witzig. Tatsächlich katapultierten wir uns mit einem Umsatz von 9,4 Millionen Euro von Platz 33 auf Platz 21 im Ranking der größten inhabergeführten Agenturen. Wohl gemerkt: Wir treten hier gegen die herkömmlichen klassischen Agenturen an.
Spaß beiseite. Warum wachsen die Webguerillas in einer solchen Geschwindigkeit?
Tatsächlich geht alles sehr fix. Allein die Mitarbeiterzahl haben wir im vergangenen Jahr von 48 auf 68 gesteigert. Der Grund ist, dass wir immer mehr Unternehmen als Kunden gewinnen können – das Bedürfnis nach alternativer Werbung steigt deutlich . Und in diesem Bereich sind wir die Einzigen in Deutschland, die wirklich alles aus einer Hand anbieten können. 
Was verstehen Sie unter alternativer Werbung?
Alle neuen Formen der Kundenansprache und –Kommunikation und die dazugehörige Datenanalyse. Ganz konkret bieten wir Viral-Spots und Empfehlungs-Marketing, wir entwickeln Mobil- und Facebook-Apps, haben ein erstklassiges Monitoring und beschäftigen uns immer stärker mit Crowdsourcing. Vor allem die beiden letztgenannten Punkte ermöglichen es uns, Trends und den potenziellen Erfolg einer Kampagne oder Idee schon beurteilen zu können, bevor sie fertig konzipiert ist.

Wie das?
Unser Monitoring ist längst so gut, dass wir sehr genau analysieren können, was die Konsumenten tatsächlich wollen. Via Crowdsourcing können wir das so erworbene Wissen dann gleich in der Realität testen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Agenturen wissen wir wirklich, was die Leute wann wollen.

Was sind die wichtigsten Trends?
Die Frage, wie man die eigenen Social-Media-Reichweite monetarisieren kann, tritt immer stärker in den Vordergrund.

Wie gelingt dieses Kunststück?
Auch da kommt dem Monitoring wieder eine Schlüsselrolle zu. Nehmen wir als Beispiel die Facebook-Seite einer Marke. Schon heute verfügen wir über eine Vielzahl von Daten über die Fans der Marke. Zudem wissen wir, dass ein bestimmter Prozentsatz der Facebook-Fans auch die Unternehmens- oder die entsprechende Shop-Seite ansurft. Mithilfe der richten Datenanalyse können wir nun die Nutzeransprache auf der Marken-Seite genau auf die Bedürfnisse und Vorlieben der Facebook-Nutzer anpassen.

So kann aus einem Facebook-Fan ein echter Marken-Fan werden?
Ja. Ein weiterer Trend ist, dass viele Unternehmen endlich anfangen, ihre Social Media-Aktivitäten zu bündeln. Bislang gibt es in vielen Companys für jeden Kanal einen eigenen Verantwortlichen. Die Reibungsverluste bei Kampagnen, die über Facebook, YouTube & Co. gespielt werden, sind bei einer solchen Konstellation offensichtlich.

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