Prozess gegen Chefprogrammierer von kino.to eröffnet

Publishing Das Landgericht Leipzig hat den Strafprozess gegen den mutmaßlichen technischen Leiter des mittlerweile eingestellten Streaming-Portals kino.to eröffnet. Die Anklage wirft dem 29-Jährigen gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen in mehr als einer Million Fälle vor.

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Laut Anklage sei es dem Angeklagten auf die persönliche Bereicherung angekommen. Er habe seit dem Frühjahr 2008 mindestens 1,039 Millionen Euro durch das Portal eingenommen. Davon seien rund 700.000 Euro als Gewinn verblieben. Dabei habe der 29-Jährige billigend in Kauf genommen, "dass durch kino.to der Urheberrechtsschutz in Deutschland dauerhaft ausgehöhlt und die Rechtsordnung faktisch außer Kraft gesetzt wurde", so Staatsanwalt Dietmar Bluhm.

Der Angeklagte soll zu den bedeutendsten Personen rund um das Streaming-Portal gehören. Für Filehoster habe der Programmierer "besondere Schaltflächen auf der Portalseite eingerichtet und Piktogramme zugeordnet". Dadurch wurden die Webseiten dieser Unternehmen verstärkt frequentiert. Dadurch hätte man wiederum höhere Werbeeinnahmen erzielt.

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