Neues iPad bis zu 12 Grad wärmer

Publishing Kaum ist Apples dritte iPad-Generation auf dem Markt, sind erste Klagen zu hören. Einige Besitzer beschwerten sich am bereits am Wochenende über eine erhöhte Wärmeentwicklung – nun griff der einflussreiche Consumer Report die Sache auf. Das Urteil der Verbraucherschützer: Das neue iPad wird bis zu 12 Grad als das Vorgängermodell, liegt aber noch im Rahmen. Apple reagierte umgehend und widersprach. Analysten übergehen die Vorwürfe und heben die Absatz-Schätzungen an.

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Ist das neue iPad zu heiß? Nach bereits 3 Millionen verkauften Geräten in gerade einmal drei Tagen liegt der Schluss nahe. Doch da ist noch eine andere Sache mit Hitze. Genauer: mit einer möglicherweise erhöhten Wärmeentwicklung, die bei Apples neuem iPad zu beobachten sei. 

Um bis zu 12 Grad Celsius wird die Rückseite beim neuen iPad wärmer als beim Vorgängermodell, will Consumer Reports festgestellt haben. Consumer Reports? Das Verbraucherschutz-Organ ist beim Apple-Alarm kein Unbekannter. Knapp zwei Jahre ist es her, dass die seit 1936 existierende US-Organisation vor dem Kauf des iPhone 4 warnte. Grund: Empfangsprobleme. Das sogenannte "Antennagate" machte die Runde, hielt Apple aber keinesfalls von Rekordverkäufen ab.

Heißes iPad: bis zu 47 Grad warm
Wiederholt sich der Fall nun also mit einem "Warmgate"? Es sieht nicht danach aus, denn Consumer Reports sieht die Wärmeentwicklung, die von der neuen Batterie ausgehen soll und beim Spiel „Infinity Blade II“ beobachtet wurde, noch im Rahmen der Norm.

"Als das iPad am heißesten war, fühlte sich es sich sehr warm an, aber nicht unangenehm warm, wenn es für einen kürzeren Augenblick gehalten wurde." Bei einigen Laptops seien zudem stärkere Wärmeentwicklungen zu beobachten gewesen, so Consumer Reports. Bis auf 116 Grad Fahrenheit erhitzte sich das iPad demnach. Das entspricht knapp 47 Grad.  

"Die Kommentare sind so lächerlich, dass sie sich wie Satire lesen"
Apple wollte die kritischen Anmerkungen unterdessen nicht auf sich sitzen lassen und reagierte prompt. Das iPad laufe einwandfrei im Rahmen der eigenen "thermalen Messungen", ließ Apple gestern ungewohnt proaktiv mitteilen. Steve Jobs hatte das "Antennagate" seinerzeit erst über eine Woche im Urlaub ausgesessen und dann genervt in einer inzwischen legendären Pressekonferenz erklärt, Nutzer sollten das iPhone "halt anders halten".

Unzufriedene Nutzer könnten ihr iPad zurückgeben, bot Apple diesmal umgehend an. In der Blogosphäre sorgten die Kriteleien unterdessen für Kopfschütteln.  "Nun haben wir ‚Warmgate’", macht sich etwa der Apple-Blogger MC Siegler auf TechCrunch lustig. "Die Kommentare sind so lächerlich, dass sie sich wie Satire lesen. Consumers Reports hat ganze Arbeit geleistet: nämlich PageViews um jeden Preis zu generieren."

Apple-Analysten und -Anleger hielten sich dann auch nicht lange mit der Studie der Verbraucherschutzorganisation auf und schickten die Aktie auf neue Allzeithochs auf 606 Dollar. Treiber der Entwicklung: Neue Hochstufungen der erwarteten iPad-Absatzzahlen dieses Jahr. Gene Munster von Piper Jaffray sieht nunmehr 66 Millionen verkaufte Tablet-Macs bis Jahresende.

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