Air Berlin streicht seine Presserabatte

Publishing Nach der Deutschen Bahn streicht Air Berlin zum 1. April die Presserabatte für Journalisten. Das teilte der Chef der Fluglinie, Hartmut Mehdorn, mit. Schon 1997 hatte das Unternehmen den besonderen Presse-Tarif eingeführt. Mit dem Rabattstop reagiert Air Berlin auf eine Debatte, die die großzügigen Rabatte für den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff angestoßen hatten. Alle bislang ermäßigten Buchungen behalten ihre Gültigkeit.

Werbeanzeige

Nach Vorlage eines Presseausweis erhielten Journalisten bislang einen Nachlass von 25 Prozent. Innerdeutsch galt ein Festpreis von 119 Euro. „Selbst viele Journalisten haben uns durch eine Vielzahl von Anfragen in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass sie selbst am Sinn solcher Rabatte zweifeln“, heißt es in einer Pressemitteilung. "Wir haben daher die bisherige Regelung auf den Prüfstand gestellt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass auch Journalistenkonditionen nicht mehr zeitgemäß sind", so Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn.

Aus Gründen der Corporate Governance würde man die bisher geltenden Journalistenkonditionen auf Flugreisen ab dem 1. April 2012 abschaffen. Alle bis dahin zu ermäßigten Tarifen getätigten Flugbuchungen sollen ihre Gültigkeit behalten und würden auch über den Stichtag hinaus mit den bislang gültigen Rabatten durchgeführt.

Das Unternehmen hatte den Presserabatt 1997 eingeführt, um die Marke bekannter zu machen. Ein Ansatz, der laut Stern-Reiseanalyse bei einer Bekanntheit von 91 Prozent mittlerweile überholt sein dürfte.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige