Wilhelm will die Puppen tanzen lassen

Fernsehen Der öffentlich-rechtliche Kinderkanal Kika hatte im vergangenen Herbst die Serien der Augsburger Puppenkiste aus dem Programm genommen. "Nicht mehr zeitgemäß" seien die Marionettenfilme mit "Urmel aus dem Eis" und "Jim Knopf". Nun macht sich Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunk, nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung für eine Rückkehr der Marionetten stark. Er lasse prüfen, ob der BR eigene Formate mit den Augsburgern entwickeln könne.

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Wilhelm soll bei der Kika-Programmkommission angeregt haben, die Entscheidung vom Herbst zu revidieren und die Stücke wieder in das Programm aufzunehmen. Wilhelm: "Die Figuren sind Klassiker, und die liebevolle Umsetzung spricht meiner Meinung nach auch die Kinder von heute an."

Allerdings, berichtet die SZ, müsse Wilhelm auch einräumen, dass langjährige Erfolgsschlager bei Kindern wie die Puppenkiste oder "Biene Maja" eine "abnehmende Resonanz" bei der jungen Zielgruppe verzeichneten. Einfach "zu langsam" seien den Kindern die Geschichten erzählt, sagte eine Puppenkiste-Mitarbeiterin im vergangenen Jahr der Augsburger Allgemeinen mit Bedauern.

Ursprünglich war der Hessische Rundfunk der "Haussender" der legendären Puppenkiste. Der BR-Bildungssender BR Alpha arbeitet derweil seit einiger Zeit mit dem Puppentheater zusammen. Für diese Kooperation wurde ein Erklärbär namens "Ralphie der Schlaubär" entwickelt. 

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