Gottschalk, Flori und ein adoptierter Prinz

Publishing Quoten-Diskussion, Dauerkritik, Pannen. Es läuft nach wie vor unrund bei “Gottschalk Live”. Aber wenigstens nimmt es die Redaktion mit Humor - wie eine aktuelle Twitter-Meldung zeigt. Florian Silbereisen hat zwar gute Quoten aber dafür die kollektive Yellow-Presse an der Backe. Wir machen eine kleine Schlagzeilenreise mit Flori und seiner Helene. Einem moderierenden Prinzen platzt wegen Michael Graeter der Kragen und die Ösis haben ihren eigenen Playboy bekommen.

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Die Woche hätte besser laufen können für Thomas Gottschalk und sein arg gebeuteltes Format “Gottschalk Live”. Die Quoten rutschten nochmals weiter nach unten – allein zweimal wurde in dieser Woche die Millionen-Grenzen beim Gesamtpublikum unterschritten. Und dann meldete die Süddeutsche Zeitung auch noch, dass eine Mehrheit unter den ARD-Intendanten für eine Absetzung der Show sei. An Redaktion und Moderator gehen die Dauer-Kritik und die schlechten Quoten nicht spurlos vorüber. Diese Woche wurde nach dem Fauxpas mit einem falschen Senta-Berger-Filmausschnitt schon wieder ein falsches Promi-Foto präsentiert. Thomas Ohrner, der als Kind mal Werbung für Rama gemacht hatte, wurde ein Foto mit einem Rama-Werbejungen gezeigt, der er sein sollte. Aber: “Die Fresse ist nicht meine, das bin ich nicht”, sagte Ohrner. Oh je.  Am Ende verwechselte Gottschalk dann noch die “heute show” mit der “Wochenshow” und verabschiedete sich einmal mehr mit “Gute Nacht”, worüber er sich im Abspann hörbar selbst ärgerte. Wenigstens nimmt man es in der Redaktion mit Humor. Nach der Sendung twitterte @GottschalkLive: “OH MANN…Mal schauen, wie viele Fehler dann in der nächsten Sendung sind – Schätzungen hier abgeben #ANETTE_EH_ANKE 🙂 Tschüüüüüüss!!

Thomas Gottschalk soll ja sogar eine “böse Baby Intrige” gegen Florian Silbereisen und seine Helene Fischer angezettelt haben. Aber das schreibt ja nur Die Neue Frau. Das “gemeine Spiel”, das Gottschalk angeblich mit dem Flori spielt, war in der Tat ein eher harmloser Kommentar Gottschalks, der Silbereisen als “kindlichen Kollegen” tituliert hatte. Die Neue Frau argwöhnt: Da sei der Gottschalk doch bloß neidisch auf die tollen Quoten vom Flori. Der Silbereisen und seine schöne Helene sind so ein Paar, an dem sich die Yellow-Presse regelrecht abarbeitet. Neben der “bösen Baby-Intrige” jammerte die Illu für mich diese Woche: “Helene Fischer & Florian Silbereisen – Wie traurig: kein Baby!” Ein Blatt namens Freizeit total fragte total besorgt “Helene, was wird jetzt aus Flori? Mit DIESER Entscheidung hat niemand gerechnet” (die Schlagersängerin will – Shocking! – eine neue CD aufnehmen. Damit konnte wirklich NIEMAND rechnen). Die neue woche jubilierte “Florian Silbereisen – Sensationelles Geständnis! Er wünscht sich mit Helene 5 Floris” und Das Goldene Blatt verkündete schon die “Liebes-Sensation – Hurra, es ist soweit!” Was? Die 5 Floris sind da? Nein, natürlich nicht. Die “Liebes-Sensation” des Güldenen Blattes ist, dass Helene Fischer und Florian Silbereisen zusammen Urlaub machen. War doch klar!

Einblick in eine ähnlich bizarr und fremd anmutende Welt, nämlich die  der Adelsadoptionen, gab diese Woche eine Pressemitteilung der Kanzlei Dr. Rehbock & Kollegen. Es geht um den TV-Moderator Seine Hoheit Dr. Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe. Der sieht durch einen Artikel von Klatsch-Ikone Michael Graeter in der Abendzeitung seine Persönlichkeitsrechte verletzt, seinen Namen geleugnet und sein Image verzerrt. Da platzte der Hoheit jetzt aber der Kragen. Kanzlei Dr. Rehbock & Kollegen schreibt: “Unser Mandant verwehrt sich gegen die seit Jahren einseitig gegen ihn betriebene Ruf-Mord-Kampagne und wird nunmehr alle rechtlichen Maßnahmen ergreifen, um seine Persönlichkeitsrechte und seine Familienehre zu verteidigen. Begründung: “Der Vater unseres Mandanten, Seine Hoheit Fürst Waldemar zu Schaumburg-Lippe-Nachod stammt nachweislich vom dänischen Königshaus ab. Auf ebendiese Abstammung kann sich Herr Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe (Selbstbezeichnung Fürst) aus Bückeburg Niedersachsen offenbar nicht berufen.” Ein Prinz sieht rot. Hintergrund: Seine Hoheit Dr. Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe erhielt seinen langen und schönen Titel im Jahre 2002 durch Adoption von Helga Claire Lee Prinzessin zu Schaumburg-Lippe. Manche meinen deshalb, dass er ja gar kein echter Prinz sei und dagegen geht er vor. Schon länger. Auch in Österreich wollte sich seine Hoheit Dr. Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe schon vor Gerichten erstreiten, den Prinz im Namen führen zu dürfen. Die Ösis haben da nämlich so ein “menschenverachtendes Adelsaufhebungsgesetz” (O-Ton Prinz Mario-Max), das seiner Meinung nach müsste. Ganz schön nervenaufreibend, so ein Prinzenleben.

Österreich hat aber nicht nur Berge und ein “menschenverachtendes Adelsaufhebungsgesetz”, sondern seit neustem auch einen eigenen Playboy. Also die Zeitschrift.  Das Cover der Erstausgabe ziert die Puls4-TV-Moderatorin Bianca Schwarzjirg. Die Playmate der ersten Ösi-Playboy-Ausgabe kommt aus Graz. Der Alpen-Playboy hat eine Druckauflage von 60.000 Exemplaren und mit www.playboy.at sogar eine eigene Website. Und die Deutschen? Die müssen mit Ursula Karven in Unterwäsche vorlieb nehmen. Hallo? Zielgruppe? Tu felix Austria.

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