Apple-Aktie: Die 1000-Dollar-Debatte

Digital Economy Es geht jetzt schnell: Ganze 38 Tage nachdem die Apple-Aktie die psychologisch wichtige 500 Dollar-Schwelle übersprungen hatte, war gestern die nächste Hunderter-Marke fällig. Kurz nach Handelsstart bewilligten Anleger für die Anteilsscheine von Apple für einen ganz kurzen Moment nunmehr 600 Dollar. Glaubt man Analysten, dürfte das indes nur eine Zwischenstation sein. Fast täglich stufen die Brokerhäuser hoch und nehmen dabei inzwischen eine magische Schallmauer ins Visier: die 1000-Dollar-Marke.

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Es geht jetzt schnell: Ganze 38 Tage nachdem die Apple-Aktie die psychologisch wichtige 500 Dollar-Schwelle übersprungen hatte, war gestern die nächste Hunderter-Marke fällig. Kurz nach Handelsstart bewilligten Anleger für die Anteilsscheine von Apple für einen ganz kurzen Moment nunmehr 600 Dollar. Glaubt man Analysten, dürfte das indes nur eine Zwischenstation sein. Fast täglich stufen die Brokerhäuser hoch und nehmen dabei inzwischen eine magische Schallmauer ins Visier: die 1000-Dollar-Marke.
Die Rallye scheint nicht zu stoppen. Zu 405 Dollar ging der iPhone-Hersteller ins Jahr, bei 420 Dollar notierten die Papiere Ende Januar vor Bekanntgabe der Quartalszahlen für das Weihnachtsquartal. Es fiel wie hinlänglich bekannt phänomenal aus – seitdem kennen die Anteilsscheine von Apple kein Halten mehr.

Um 180 Dollar oder rund 40 Prozent hat die Apple-Aktie in den vergangenen acht Wochen an Wert gewonnen und dabei erst Mitte Februar die 500 Dollar-Marke genommen. Zu Wochenbeginn folgte der Sprung über die Marke von 550 Dollar, gestern schließlich für einen ganz kurzen Moment zum Handelsstart an der Wall Street der Sprung  über die 600-Dollar-Schwelle.

Morgan Stanley nimmt als erste Top-Wall Street Bank die 1000 Dollar ins Visier

Der Himmel scheint für die Apple-Aktie die Grenze zu sein – nicht aber die nächsten 100 Dollar. Das glauben zumindest immer mehr Analysten, die für die Anteilsscheinen des mit fast 550 Milliarden Dollar bei weitem wertvollsten Konzerns der Welt immer höhere Kursziele ausrufen.   

Sandford Bernstein sieht die Apple-Aktie etwa auf 12-Monatsbasis bei 710 Dollar, Piper Jaffray bei 718 Dollar, Morgan Stanley gar bei 720 Dollar. Doch das ist nur das Basis-Szenario. Es könnte noch anders ausgehen – nämlich weitaus besser. Katy Hubert von der Wall Street Ikone sieht nämlich noch weitaus mehr Potenzial: Laufen die Dinge bei Apple weiter so exzellent, sind binnen zwölf Monaten sogar 960 Dollar je Anteilsschein drin, mutmaßt die Ökonomin von Morgan Stanley  – Hubert nennt dieses Szenario den "Bull Case".

Business Insider: "Das 1000 Dollar-Kursziel klingt durchaus nachvollziehbar"

Und der sieht so aus: In diesem Jahr erwartet Hubert von Apple ein Umsatzwachstum von 56 Prozent, im nächsten noch 36 Prozent. Zur Erinnerung: Im vergangenen Geschäftsjahr waren Apples Erlöse um stolze 68 Prozent explodiert – und das maßgeblich dank des iPhone 4 und zweiten iPad.

Allein mit Upgrade-Version 4S konnte Apple sein explosives Wachstum aber zuletzt sogar noch steigern – die Geschichte scheint sich bei heute erscheinenden dritten iPad-Generation zu wiederholen. "Huberts Szenario ist alles andere als abwegig", findet daher auch etwa der Business Insider. "Das 1000 Dollar-Kursziel klingt daher durchaus nachvollziehbar" 

Deutsche Bank stoppt Höhenflug

Damit ist die 1000 Dollar-Debatte nun auch an der Wall Street, die sich in ihren Kurszielen immer gerne etwas bedeckter hält als einzelne Vermögensverwalter, Branchenexperten oder Blogger, voll entbrannt. Losgetreten worden war das scheinbar parabolische Kursziele einst vom früheren Hedgefondsmanager Cody Willard, der bereits 2010 die magische vierstellige Summe in den Mund nahm, sie allerdings erst im Jahr 2015 erwartet.

Dem Vermögensverwalter und Buchautor James Altucher dauert das viel zu lange. Der umtriebige Börsenexperte verkündete das Kursziel in CNBC  erst im Februar "binnen eines Jahres".

Das geht einigen indes zu schnell. So sorgte gestern die Deutsche Bank für das vorläufige Ende der immer lauteren Apple-Party an der Wall Street. Die US-Researchabteilung des größten deutschen Geldhauses strich die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers nach dem jüngsten Höhenflug kurzerhand von der Liste der kurzfristigen Kaufgelegenheiten. Langfristig sei Apple aber ein Kauf, teilte die Deutsche Bank mit. Erstmals seit der iPad-Vorstellung vergangene Woche schloss die Aktie daraufhin wieder leicht im Minus bei nunmehr 585 Dollar. 

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