Neues iPad: Tech-Gemeinde ist beeindruckt

Publishing Morgen erscheint die dritte iPad-Generation. Die Alphatiere der US-Techszene konnten das Apple-Tablet bereits vorher testen – und reagierten höchst angetan. Vor allem das neue hochauflösende Retina-Display begeisterte die Rezensenten: "Der Text so scharf wie gedruckt", befand etwa MG Siegler von Techcrunch. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: "Es fehlt der 'One-more-thing'-Moment", findet David Pogue von der New York Times. Gadget-Guru Walt Mossberg folgert: "Wer das iPad 2 besitzt, muss nicht upgraden".

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24 Stunden noch – dann ist es soweit: Die dritte iPad-Generation geht in Deutschland und neun weiteren Ländern über die Ladentische. Zwar sieht Apples Tablet-Bestseller so aus wie der Vorgänger, doch unter der Oberfläche hat sich einiges getan. Entsprechend angetan reagiert die US-Tech-Gemeinde, die vorab schon Hand anlegen durfte:

"Seit dem Launch 2010 ist das iPad das beste Tablet des Planeten. Mit dem neuen Modell der dritten Generation verteidigt das iPad seine Krone", findet Gadget-Guru Walt Mossberg vom Wall Street Journal. Warum? Weil Apples "sein Display und die Leistungsfähigkeit dramatisch verbessert hat", folgert Mossberg.

Gelobtes Display: "Die Schrift ist messerscharf und knackig"
MG Siegler von Techcrunch sieht das genauso: "Das neue iPad sieht fast genauso aus wie das iPad 2. Doch es kommt nicht darauf an, wie es aussieht. Es kommt darauf an, was man sieht: das Display. Internetseiten werden so dargestellt wie in Hochglanzmagazinen. Fotos sehen aus wie Fotos – und zwar gedruckte. Die Schrift ist messerscharf und knackig – wie im Print."

Auch Jim Dalrymple vom Apple-Blog The Loop ist vom 2048×1536 Pixel auflösenden Display so angetan, dass er in Wortfindungsschwierigkeiten gerät: "Nach der Keynote hatte ich Probleme, in Worte zu fassen, was das neue Display ausmacht – und eine Woche später habe ich immer noch keine passende Analogie gefunden. Das Einzige, mit dem man es vergleichen kann, ist das erste Mal, als HDTV auf den Markt kam."
David Pogue: "Nichts, was man nicht schon mal gesehen hätte"
So weit, so scharf. Bleibt jedoch die Frage, ob sich das neue iPad für jeden lohnt? Walt Mossberg empfiehlt das neue Mac-Tablet trotz seiner durchweg guten Kritik nicht unbedingt Jedermann: "Wer das iPad 2 bereits besitzt und noch zufrieden ist, braucht nicht unbedingt ein neues zu kaufen."

Das sieht David Pogue genauso. Der Kult-Kritiker der New York Times geht sogar ein Stück weiter und findet, die dritte iPad-Generation ist lediglich ein kleineres Upgrade: "Eigentlich müsste das neue iPad ‚iPad 2S‘ heißen, genau wie die iPhone-Modelle, die nicht wirklich neu, sondern eine Ergänzung waren. Das ist beim iPad genauso."

Mehr noch: Pogue zeigt sich sogar enttäuscht darüber, dass dem neuen iPad der Aha-Effekt abgehe: "Das neue iPad zeigt nichts, was wir nicht schon mal gesehen hätten – weder im iPhone noch anderen Tablet-Rivalen. Es gibt keinen Steve Jobs-typischen ‚One more Thing‘-Moment. Apple hat einfach das angesagte weiße iPad genommen und um einen neuen Bildschirm, bessere Batterieleistung und neue Mobiltechnologien ergänzt." Den Kunden, so scheint die Nachfrage der Vorbestellungen anzudeuten, scheint das dennoch zu reichen.

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