Bauer hübscht Mode-Heft Life&Style auf

Publishing Neues Outfit für Life&Style: Rund vier Jahre nach den Start des wöchentlichen People- und Modeheftes und einem Auflagenverlust in den letzten Jahren hat Chefredakteur Tim Affeld das InTouch-Schwesterblatt inhaltlich und optisch umgestyled. Das Heft bekommt jetzt jede Woche eine eigene Modestrecke, auch am Ton der People-Geschichten wurde geschraubt. Ziel des Rebrushes ist es, Life&Style noch stärker als schnelles, junges Fashionmagazin für Trend-Shopper zu positionieren.

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„Nachdem wir erfolgreich die Redaktionen von Life&Style und InTouch verzahnt haben, ist es nun an der Zeit, die Hefte inhaltlich noch stärker von einander abzugrenzen“, erklärt Affeld gegenüber MEEDIA. „Bei Life & Style geht das – logischerweise – vor allem über die Mode. Hier wollen wir noch besser und hochwertiger werden. Ab sofort präsentiert Life&Style seinen Leserinnen jede Woche sechs Seiten eigen produzierte Mode und stärkt damit nachhaltig seine Fashionkompetenz. Wir haben also die Optik überarbeitet und inhaltlich den Bereich der Fotoproduktionen massiv ausgebaut und aufgewertet. Zudem erhöhen wir unsere Beratungs-Kompetenz und helfen den Leserinnen noch stärker bei der Frage: Welche Styles, welche Teile stehen mir wirklich?“

Neben den neuen eigenen Fotoproduktionen, wollen die Hamburger mit Aktualität auch bei den Red-Carpet-Outfits und Star-Streetstyle-Bildern punkten. Neu eingeführt wurden die Rubrik „Styleweek“. Hier sollen die Leserinnen auf der letzten Heft-Seite ausgewählte Produkte mit exklusiven, attraktiven Rabatten angeboten bekommen.
Auch an der People-Berichterstattung legten die Blattmacher Hand an. „Wir wissen mittlerweile, dass es eine klare Unterscheidung zwischen InToch- und Life&Style-Leserinnen gibt“, sagt Geschäftsführer Carsten Schüerhoff. „Die InTouch-Leserin ist ein bekennender Klatsch-Fan“, ergänzt Affeld: „Sie will den Blick hinter die Kulissen und auch die schmutzige Seite des Business sehen. Dabei interessiert sie sich nicht nur für die A-, sondern auch für die B- und C-Promis.“

Das hat Folgen für die Ansprache. Denn für die Life&Style-Leserinnen ist es offenbar wichtig, sich mit den Stars zu identifizieren und sich von ihnen inspirieren zu lassen. "Sie wollen keinen negativen Ansatz", sagt der Chefredakteur. Also keine Krisenstorys, sondern lieber Geschichten, die die Frage behandeln, "wie die Stars ihr Leben meistern".
Stellvertretend für den neuen Life&Style-Ansatz nennen die Hamburger ihre Berichterstattung über die neue Marni-Kollektion bei H&M. "Von allen wöchentlichen Magazinen haben wir die Bilder exklusiv bekommen", erklärt Schüerhoff stolz. Affeld erklärt weiter: "Daraus haben wir dann eine große Strecke gemacht. Das ist genau der Punkt, zu dem wir kommen wollen: starke Fotos, gute Text-Qualität und Mode, die gerade in der aktuellen Woche angesagt ist." Denn genau so liefere das Blatt einen klaren Mehrwert: "Ich hole mir Life&Style und erfahre als erstes, wie die neue Marni-Kollektion aussieht."

"Wir sind bei unserer wöchentlichen Modeberichterstattung extrem schnell", sagt Affeld. "Da sind wir klar im Vorteil gegenüber der Konkurrenz der monatlichen Magazine."
Nicht erst seit dem Facelift, sondern schon länger ist in der Doppelredaktion eine gewisse Ruhe eingekehrt. Vor allem aus der Anfagszeit kursieren einige wilde Geschichten über die Arbeitsbedingungen. So beschreibt Affeld das Verhältnis zur Herausgeberin Nicola Bauer als "sehr entspannt und konstruktiv". "Sie war lange Zeit Chefredakteurin der Life&Style, kennt sich also sehr gut mit dem Heft und dem Segment aus. Deshalb sprechen wir natürlich regelmäßig über die inhaltliche und optische Entwicklung des Heftes."

Mit dem Umstyling ihres Heftes verbindet die Chefredaktion und die Geschäftsführung auch die dringende Hoffnung auf steigende Auflagen. Denn im Moment sieht es noch so aus, als habe Life&Style seine besten Zeiten schon hinter sich.
Das 2008 gestartete Magazin wurde im ersten Quartal 2009 in die IVW aufgenommen. Die damals verkaufte Auflage von 126.423 stieg zunächst bis Mitte 2010 an, seitdem geht es aber Stück für Stück nach unten. Im dritten Quartal 2009 und im ersten Quartal 2010 lag die Verkaufszahl bei jeweils über 140.000, im aktuellen vierten Quartal 2011 setzte Bauer noch 122.943 Life & Styles pro Woche ab. Davon gingen allerdings nur 58.486 Exemplare im Einzelverkauf über die Tresen, die Abonnentenzahl von 3.889 spielt kaum eine Rolle. Den Rest der verkauften Auflage bestreitet der Verlag unter anderem mit 24.9000 sonstigen Verkäufen, 20.630 Bordexemplaren und 15.039 Lesezirkel-Heften. Im Vergleich zum Vorjahr verlor Life & Style im Einzelverkauf 7,1 Prozent.

Neben dem Print-Rebrush wollen die Hamburger allerdings auch ihr Digital-Geschäft kräftig ausbauen. So erzählt Schüerhoff, dass man "unter Hochdruck" an neuen Konzepten arbeite. "Auch wir wollen mit einer Verknüpfung von unserer Webseite direkt zu den wichtigsten Fashionshops punkten." MVGs Hot hat Ähnliches vor, Gruner + Jahrs Season macht es schon. Ein Schnellschuss ist im Web laut Chefredakteur Affeld allerdings nicht zu erwarten. "Bevor wir online oder mobil etwas machen, muss es aber auch hundertprozentig passen."

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