Unsinnige E-Reader-Tablet Prognosen

Publishing In den USA wurden aktuell zwei neue Studien von Marktforschungsunternehmen veröffentlicht, die sich mit den Verkäufen von Multimedia-Tablets und reinen E-Readern befassen. Das Unternehmen IDC kommt zum Ergebnis, dass sowohl Tablet- als auch E-Reader-Verkäufe deutlich ansteigen. Das Unternehmen Digitimes dagegen sagt ein deutliches Absinken von E-Reader-Verkäufen vorher. Die Website PaidContent.org resümiert: Keiner weiß etwas genaues. Schon gar nicht die Marktforscher.

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In den USA wurden aktuell zwei neue Studien von Marktforschungsunternehmen veröffentlicht, die sich mit den Verkäufen von Multimedia-Tablets und reinen E-Readern befassen. Das Unternehmen IDC kommt zum Ergebnis, dass sowohl Tablet- als auch E-Reader-Verkäufe deutlich ansteigen. Das Unternehmen Digitimes dagegen sagt ein deutliches Absinken von E-Reader-Verkäufen vorher. Die Website PaidContent.org resümiert: Keiner weiß etwas genaues. Schon gar nicht die Marktforscher.

Vor einiger Zeit gab es in den Kommentaren dieses Blogs eine kleine Diskussion darüber, ob nun Tablets, wie das iPad, oder E-Ink-Reader wie der Kindle, künftig die Geräte der Wahl für die Mehrheit der E-Book-Leser sein würden. Ich war und bin eher der Meinung, dass langfristig Tablets einen größeren Anteil am E-Book-Markt haben. Schlicht deshalb, weil mehr Leute ein Tablet besitzen und damit eben auch mal E-Books konsumieren. Nichtsdestotrotz glaube ich aber auch, dass es weiter E-Ink-Reader geben wird, die vor allem von Viellesern genutzt werden.

Andere Leute sind anderer Auffassung und meinen, dass sich im E-Book-Markt E-Ink-Geräte wegen des lesefreundlicheren Displays durchsetzen. Letztlich ist das nach wie vor eine Frage des Glaubens und Meinens. Zwei neue Marktforschungsstudien aus den USA, die PaidContent.org dankenswerter Weise gegenüberstellt, zeigen sehr schön die geballte Ahnungslosigkeit der Marktforschung – zumindest in dieser Frage.

IDC rechnet aus, dass die weltweiten Verkäufe für Media Tablets im vierten Quartal 2011 um 56,1% auf 28,2 Mio. Stück gestiegen sind. Davon seien angeblich 15,4 Mio. iPads. Laut IDC sind auch die Verkäufe von E-Ink-Readern sehr stark gestiegen, und zwar von 6,5 Mio. im dritten Quartal auf 10,7 Mio. im vierten Quartal 2011. IDC erklärt dies damit, dass die Preise für E-Ink-Reader drastisch gesenkt wurden und Firmen wie Amazon, Barnes & Noble und Kobo ihre Gerät in immer mehr Ländern verkaufen. Für das erste Quartal 2012 sagt DC bei den E-Ink-Readern einen Rückgang der Verkäufe auf 7,4 Mio. voraus, da das Weihnachtsgeschäft nun wegfalle, was aber immer noch mehr wäre, als im dritten Quartal des Vorjahres. So weit, so plausibel.

Blöd nur, dass die Firma Digitimes ganz andere Zahlen “herausgefunden” hat. Die präsentieren an Verkaufszahlen für E-Reader im vierten Quartal 2011 neun Millionen und für das erste Quartal 2012 nur noch zwei Millionen. Satte fünf Millionen Differenz zur IDC-Studie. Ja was denn nun? Man weiß es nicht!!

PaidContent.org schreibt völlig zurecht: “Das ist nur eine weitere Erinnerung, dass dies Schätzungen sind und die Daten von Marktforschungsunternehmen stammen und nicht direkt von Apple, Amazon und Barnes & Noble.” PaidContent.org kommt zum Schluss, dass es schlicht noch zu früh sei, um zu sagen, ob Media-Tablets E-Ink-Reader kannibalisieren oder nicht. Kann sein, kann nicht sein. Die Schätzungen und Prognosen der Marktforschungsunternehmen sind da bloße Augenwischerei.

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