ARD-Intendanten gegen “Gottschalk Live”

Fernsehen Für die kriselnde ARD-Vorabendshow “Gottschalk Live” sieht es immer düsterer aus. Am heutigen Mittwoch berichtet die Süddeutsche Zeitung, dass eine Mehrheit der Intendanten der ARD dafür sei, die Show bald zu beenden. Die Zusammenarbeit mit Moderator Thomas Gottschalk solle auf andere Weise fortgesetzt werden. Tags zuvor hatte die Produktionsfirma Grundy Light Entertainment noch mitgeteilt, das Konzept der Sendung solle behutsam verändert werden.

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Zwischen behutsamer Veränderung, radikalem Relaunch und baldiger Einstellung pendelten in den vergangenen Tagen die Spekulationen rund um die glücklose Vorabendshow “Gottschalk Live”. Grund für die Unruhe vor und hinter den Kulissen sind vor allem die katastrophalen Quoten. Am Dienstag schalteten wieder nur unter einer Million Zuschauer ein (0,99 Mio, Marktanteil 3,8 Prozent). Die ARD hat die Option, “Gottschalk Live” zu beenden, sollte die Show bis April nicht im Durchschnitt 10 Prozent Markanteil im Gesamtpublikum holen. Davon ist “Gottschalk Live” meilenweit entfernt – auch perspektivisch.

Das andere Problem neben den Quoten ist das fehlende Konzept der Sendung. Um am Konzept zu arbeiten wurde der frühere “Beckmann”-Redaktionsleiter Markus Peichl engagiert. Außerdem wird für Thomas Gottschalk eine weibliche Co-Moderatorin gesucht. Ob die Sendung, wie zuvor kolportiert wurde, künftig mit Studiopublikum gezeigt wird, muss sich zeigen.

Ute Biernat, Chefin der „Gottschalk Live“-Produktionsfirma Grundy Light Entertainment, mühte sich am Dienstag um Schadensbegrenzung. Es werde kurzfristig kein völlig neues Konzept geben, sagte sie: „Von Anfang an war klar, dass es in der werberelevanten Sendezeit am Vorabend im Ersten nicht leicht sein würde, ein neues Format zu etablieren.” Laut SZ wird nun aber innerhalb der ARD-Intendanten verstärkt Kritik an der Sendung laut. Es sei nicht damit zu rechnen, dass “Gottschalk Live” auch langfristig über fünf Prozent Marktanteil schaffe, zitiert die Süddeutsche aus Intendantenkreisen. Die Zusammenarbeit mit Thomas Gottschalk außerhalb von “Gottschalk Live” wolle man aber auf jeden Fall fortsetzen, heißt es weiter.

Beim nächsten Treffen der ARD-Intendanten dürfte das Thema “Gottschalk Live” recht weit oben auf der Tagesordnung stehen. Es gibt Redebedarf.

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