Disneys „John Carter“ wird zum Millionengrab

Fernsehen Auch der Fantasy-Reißer "John Carter" konnte die französische Komödie "Ziemlich beste Freunde" nicht vom ersten Platz der deutschen Kinocharts stoßen. Noch bitterer für Produzent Disney: "John Carter" könnte mit Umsätzen unter den Erwartungen zum gigantischen Flop werden. Der Hollywood Reporter zitiert schon Industrie-Insider mit den Worten, der Film würde die "größte Hollywood-Bombe seit den 80er Jahren" werden. Die 350 Mio. Produktions- und Marketing-Kosten wird der Film nur schwer wieder reinholen können.

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In Deutschland lockte "John Carter" an seinem ersten Wochenende 220.000 Leute in die Kinos. Angesichts von 513 Kopien, mit denen der Film gestartet ist, ein solides, aber bei weitem nicht spektakuläres Ergebnis. Die Nummer 1 bleibt weiterhin "Ziemlich beste Freunde": Mit weiteren 335.000 Besuchern hat der Film nun schon 6,5 Mio. Leute erreicht. Und: laut Blickpunkt:Film waren die 335.000 das viertbeste zehnte Wochenende aller Filme seit Beginn der Aufzeichnungen. Nur "Titanic", "Avatar" und "Pretty Woman" waren an ihren zehnten Wochenenden erfolgreicher. Mehr als 100.000 Zuschauer sammelten am vergangenen Wochenende auch "Das gibt Ärger" (140.000) und "Die Reise zur geheimnisvollen Insel" (115.000) ein. Der deutsche Neustart "Die vierte Macht" mit Moritz Bleibtreu floppte hingegen deutlich: Ganze 45.000 wollten den Film in 309 Kinos sehen – ein miserabler Kopienschnitt von etwa 145.

In Nordamerika sammelte "John Carter" unterdessen 30,2 Mio. US-Dollar ein, schaffte es damit auch dort nicht, neue Nummer 1 der Charts zu werden. Die heißt weiterhin "Der Lorax". Der Animationsfilm sammelte weitere 38,8 Mio. ein, kommt nach nur zwei Wochenenden schon auf 121,7 Mio. US-Dollar. Auf den weiteren Plätzen folgen mit großem Abstand "Project X" (11,1 Mio.) und "Act of Valor" (7,0 Mio.).

Außerhalb Nordamerikas sammelte "John Carter" an seinem Debüt-Wochenende zwar weitere 69,1 Mio. US-Dollar in 51 Ländern und Territorien ein, doch die knapp 100 Mio. US-Dollar weltweit sind ein Start-Ergebnis, das deutlich unter Disneys Erwartungen liegt. Laut Hollywood Reporter rechnen Analysten nun damit, dass Disney rund 150 Mio. US-Dollar für "John Carter" abschreiben muss. 350 Mio. US-Dollar haben Produktion und Marketing demnach verschlungen, der Break-Even liege für "John Carter" aber bei ca. 650 Mio. US-Dollar – ein Ergebnis, das nach diesem Start selbst mit DVD- und TV-Lizenzen nicht reinzuholen sein wird. Platz 2 der internationalen Charts geht diesmal an "Die Reise zur geheimnisvollen Insel" (9,2 Mio. US-Dollar in 53 Ländern), Rang 3 an "Das gibt Ärger" (9,2 Mio. in 52 Ländern).

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