Tomorrow Focus: Umsatz-Plus von 20 %

Publishing Die Tomorrow Focus AG ist der wohl stillste deutsche Web-Star. Seit Jahren liefern die Münchner vorzügliche Ergebnisse ab, erregen dabei aber wenig Aufmerksamkeit. Ein Grund hierfür ist die sehr defensive Investitionsstrategie. Es bleibt interessant, wie es mit der Company weitergeht, wenn CEO Stefan Winners Ende 2012 in den Burda-Vorstand wechselt. Für 2011 legte er noch einmal gute Zahlen vor. So steigerte er den operativen Umsatz um 20 Prozent auf 128,3 Mio. Euro.

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Für den Gewinn bedeutet dies ein Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Konzern-EBITDA) von 21,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 17,6 Prozent. Nach den Steuern bleiben noch 11,2 Millionen Euro nach bereinigten 7,2 Millionen Euro im Vorjahr übrig.

Die Münchner freuen sich dabei über eine positive Geschäftsentwicklung in allen drei operativen Bereichen. So steigerte das Advertising-Segment seine Umsätze um 20,2 Prozent auf 25,0 Millionen Euro. Maßgeblich für diesen Erfolg soll die Entwicklung des Online-Vermarkters Tomorrow Focus Media und des Nachrichtenportals Focus Online sein.

Das Plus im Technologies-Segment beläuft sich auf 22,5 Prozent. Der Umsatz beträgt nun 13,2 Millionen Euro.

Der mit Abstand wichtigster Cash-Bringer ist noch immer der Bereich Transactions. Bereinigt um den Verkauf der Playboy Deutschland Publishing GmbH, lag der Umsatz dieser Konzern-Säule im vergangenen Jahr bei 90,1 Millionen Euro. Ein Zuwachs um 19,5 Prozent.

Vor allem HolidayCheck entwickelte sich offenbar wiedermal besonders gut. Das Reiseportal soll von dem anhaltenden Trend zur Onlinebuchung von Pauschalreisen profitiert haben. Auch die Internationalisierung scheint erste Erfolge zu zeigen. EliteMedianet gelang bei „intensivem Wettbewerb“ ein „leichtes Umsatzwachstum bei deutlich gestiegener Profitabilität“. Konkrete Zahlen für das umkämpfte Segment der Single-Börsen, nennt die Unternehmensmitteilung allerdings nicht.

Mit der Entwicklung des aktuellen Geschäftsjahres scheinen die Münchner auch zufrieden zu sein. Alle drei operativen Segmente liegen offenbar gegenüber Vorjahr im Plus. „Der Vorstand ist daher zuversichtlich, auch im Jahr 2012 deutlich wachsen zu können“, heißt es in der Mitteilung.

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