Computer Bild: Redakteure sagen „Nein“

Publishing Die Belegschaft der Computer Bild-Gruppe sagt "Nein" zur geplanten Ausgliederung der Zeitschriften und deren Mitarbeiter in eine GmbH. In einem offenen Brief schreiben die Springer-Angestellten an Konzernchef Mathias Döpfner. Sie fordern die "Rücknahme der Entscheidung, alle Mitarbeiter in eine tarifungebundene Tochtergesellschaft auszugliedern". Die Entscheidung diene offenkundig nur der "Gewinnmaximierung": "Die Kuh soll noch einmal mit aller Kraft gemolken werden."

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In dem Offenen Brief, der MEEDIA vorliegt, zitieren die Mitarbeiter Springer-Vorstand Andreas Wiele, der für die Gruppe verantwortlich ist. Wiele habe erklärt: "Mitarbeitern, die der Ausgliederung nicht zustimmen, droht die betriebsbedingte Kündigung. Auch Mitarbeiter, die bereit sind, in die GmbH zu wechseln, müssen mit ihrer Kündigung rechnen."

Im Zuge der Kündigung sollen laut den Verfassern alle betroffenen Redaktionen aus dem Hamburger Stammhaus "entfernt" werden. Wiele soll das Vorgehen so gerechtfertigt haben: "Damit wir uns nicht fühlen wie Mitarbeiter zweiter Klasse". 

Bereits jetzt gebe es solche Mitarbeiter, die Angestellten der Computer Bild Digital GmbH. Dort "gäre" es seit Jahren: die Rede ist von "unzumutbaren Arbeitsbedingungen" und "unwürdiger Bezahlung".

Die Mitarbeiter zitieren Döpfner selber, der gesagt hat: "Man muss sich als Verlag entscheiden, ob man gute oder gehorsame Journalisten will." Die Belegschaft der immer noch profitablen Computer Bild und deren Ableger haben sich entschieden, was sie sein wollen.

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