Skoobe – deutsche E-Book-Flatrate ist da

Publishing Nach längerer Testphase ist die E-Book-Bücherei Skoobe (sprich: Skubi) in Deutschland nun offiziell gestartet. Für 9,99 Euro pro Monat kann man während einer limitierten Einführungsphase beliebig viele Bücher pro Monat ausleihen, maximal fünf davon gleichzeitig. Später soll man fürs gleiche Geld zwei neue Bücher pro Monat leihen dürfen. Hinter Skoobe stehen die Bertelsmann-Unternehmen Arvato und Random House sowie die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

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Christian Damke ist Geschäftsführer der E-Book Bücherei Skoobe
Nach längerer Testphase ist die E-Book-Bücherei Skoobe (sprich: Skubi) in Deutschland nun offiziell gestartet. Für 9,99 Euro pro Monat kann man während einer limitierten Einführungsphase beliebig viele Bücher pro Monat ausleihen, maximal fünf davon gleichzeitig. Später soll man fürs gleiche Geld Geld zwei neue Bücher pro Monat leihen dürfen. Hinter Skoobe stehen die Bertelsmann-Unternehmen Arvato und Random House sowie die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Für entsprechenden Bücher-Nachschub dürfte also gesorgt sein. Nach Angaben von Skoobe-Geschäftsführer Christian Damke stehen zum Start über 8.000 Bücher von über 70 Verlagen zur Verfügung. Die Sonderkondition, dass man für 9,99 Euro so viele Bücher ausleihen darf, wie man möchte, soll den ersten 10.000 Kunden zur Verfügung stehen. Ab 1. März 2013 gilt dann für alle die zwei Bücher pro Monat Begrenzung. Insgesamt können in jedem Fall maximal fünf Bücher gleichzeitig vorgehalten werden.

Die jeweiligen Verlage würden an den Verleih-Erlösen der Bücher beteiligt. Das Geschäftsmodell kollidiere auch nicht mit der Buchpreisbindung, so Damke im Interview mit boersenblatt.net, da ja keine E-Books verkauft, sondern nur verliehen würden.

Derzeit läuft Skoobe als App für Apples iPad und iPhone, eine Version für Android-Geräte ist in Vorbereitung. Die Funktionalitäten von Skoobe entsprechen denen, eines guten E-Book-Readers fürs iPad. Die Nachteile, die diese Geräte bieten (Augenermüdung nach einer gewissen Zeit, Batterie-Hunger) bleiben bestehen. Für längeres Lesen sind reine E-Reader mit E-Ink-Display die bessere Wahl. Für solche Geräte ist der Skoobe-Service bisher allerdings (noch) nicht verfügbar.

Für Vielleser ist die E-Book-Flatrate von Skoobe aber durchaus ein gutes Angebot. Für 9,99 Euro pro Monat kann man nach Herzenslust lesen. Insofern einem das eher populär ausgerichtete Skoobe-Angebot ausreicht. Amazons Angebot an Kindle-E-Books umfasst zum Vergleich über eine Million Titel, davon über 60.000 in deutscher Sprache. Da nehmen sich die 8.000 Bücher der Skoobe-Bücherei ein wenig mickrig aus. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Skoobe ist jedenfalls früh am Start mit seiner Flatrate. Selbst Amazon hat das Modell bisher nur in den USA auf die Schiene gebracht. Und auch dabei kann man deutlich weniger Titel ausleihen, als es in dem Kindle-Shop zu kaufen gibt, nämlich nur 5.000. Es gibt bei Verlagen eben noch mehr Vorbehalte gegen eine E-Book-Ausleihe, als gegen E-Books ohnehin. Es wird spannend werden zu beobachten, ob und wie sich das Skoobe-Geschäftsmodell entwickelt.

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