Apple: Facebook mehr Freund als Feind

Publishing Große Worte von Apple-Chef Tim Cook am Rande des turnusmäßigen Aktionärstreffens an die Adresse des weltgrößten sozialen Netzwerks. Facebook sei ein Freund, kein Rivale, bekräftigte Cook und bot dem Börsenaspiranten sogar eine engere Kooperation an. Er habe immer geglaubt, die beiden Unternehmen sollten mehr zusammen machen, erklärte der 51-jährige Apple-Vorstandschef auf die Frage eines Aktionärs. Die tiefe Integration des 140-Zeichen-Dienstes Twitter sei das Vorbild.

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Es ist noch nicht so lange her, als der Spiegel tief in die Glaskugel blickte und den Kampf um die Vorherrschaft im Internet als Vierkampf stilisierte. Apple, seinerzeit bereits zweitwertvollster Konzern der Welt, wurde als Auslaufmodell klassifiziert und allen Ernstes mit MySpace und Lycos in eine Reihe gestellt, während Facebook zur "Supermacht des digitalen Lebens" hochgeschrieben wurde. Man muss kein regelmäßiger Spiegel-Leser sein, um die Internet-Titelgeschichte nicht gerade als das Ruhmesblatt der Hamburger einzuordnen.

Das gilt erst recht unter der Berücksichtigung von ein paar neuen Äußerungen des Apple-CEO Tim Cook auf der gestrigen Aktionärsversammlung. Von einem Aktionär befragt, ob der 51-jährige Apple-Chef das aufstrebende soziale Netzwerk eher als Freund oder Feind einschätze, bezog Tim Cook ungewohnt deutlich Stellung.

"Facebook ist ein Freund. Wir machen eine Menge mit ihnen, unsere User nutzen Facebook in enormem Umfang." Und das war’s noch nicht: "Ich habe immer gedacht, dass die beiden Unternehmen zusammen machen könnten", rollte der Apple-Chef dem Börsenkandidaten sogar den roten Teppich aus.

Twitter-Integration als Vorbild

Dabei schienen die Kooperationsmöglichkeiten nach der Fehde um die fehlgeschlagene Vernetzung von Apples Musik-Netzwerks Ping mit Facebook in der Vergangenheit ziemlich begrenzt. Apple bevorzugte dagegen in der neusten Version seiner Betriebssysteme den 140-Zeichen-Dienst Twitter.
Die Verzahnung mit dem Kurznachrichtendienst trägt Früchte, wie Cook herausstellte: "Die Integration ist großartig für Twitter, aber auch für unsere Nutzer." Zeit also für Mark Zuckerberg, mit dem Unternehmen seines Mentors Steve Jobs engere Bande zu knüpfen, wie US-Blogs es bereits seit einiger Zeit fordern.

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