Wer-kennt-wen setzt auf Katzen-Content

Publishing Wenn es mal nicht so gut läuft, kommt bei TV- und Blatt-Machern gerne die alte Regel zum Tragen: Tiere gehen immer. So gesehen haftet dem Entschluss von Wer-kennt-wen, jetzt auch den Haustieren der Mitglieder ein neues Online-Zuhause zu bieten, eine gewisse Verzweiflung an. Seit über einem Jahr kämpft die RTL-Tochter und ehemaliger deutscher Facebook-Rivale mit einem massiven Besucherschwund von über 50 Prozent. Ob Hunde, Katzen und Meerschweinchen dem Abhilfe schaffen können?

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Wenn es mal nicht so gut läuft, kommt bei TV- und Blatt-Machern gerne die alte Regel zum Tragen: Tiere gehen immer. So gesehen haftet dem Entschluss von Wer-kennt-wen, jetzt auch den Haustieren der Mitglieder ein neues Online-Zuhause zu bieten, eine gewisse Verzweiflung an. Seit über einem Jahr kämpft die RTL-Tochter und ehemaliger deutscher Facebook-Rivale mit einem massiven Besucherschwund von über 50 Prozent. Ob Hunde, Katzen und Meerschweinchen dem Abhilfe schaffen können?

Die Kölner schielen mit der Aktion auf die rund 15 Millionen Haushalte in Deutschland, die Haustiere halten. Bereits seit einiger Zeit buhlt das Netzwerk noch um eine weitere typisch deutsche Zielgruppe: die Vereinsmitglieder. Offenbar hofft man so, sich von Facebook absetzen zu können. Denn die US-Amerikaner sind noch immer dabei, auf Kosten der einheimischen Social Networks wie der VZ-Gruppe oder Wer-kennt-wen zu wachsen.

Im Januar erreichte Wer-kennt-wen.de 73,41 Millionen Visits. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 52,4 Prozent (154,15 Millionen).

Immerhin legten die Mitglieder der Kölner Plattform in den vergangenen zwei Wochen bereits rund 180.000 Tierprofile an. Damit betreibt die RTL-Tochter nach eigener Aussage bereits heute schon das größte deutsche Tiernetzwerk.

„Einmal mehr stellen wir mit den Tierprofilen unseren Nutzern die Möglichkeit zur Verfügung, ihren persönlichen Alltag bei uns abzubilden und über ihre Interessen mit anderen Mitgliedern zu kommunizieren“, beschreibt Eva-Maria Bauch, Geschäftsführerin von wer-kennt-wen.de, die Idee hinter der neuen Funktion. „Nach dem Vereinsheim und der Vernetzung über Verwandtschaften fokussieren wir erneut die private Nutzungssituation und werden diese auch zukünftig mit weiteren Features konsequent ausbauen.“

Eine ganze Branche beobachtet nun gespannt die Taktik von Wer-kennt-wen mit der Ansprache klarer, wenn auch relativ kleiner Zielgruppen, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, die den Kölnern helfen, sich von Facebook abzusetzen. Nur so werden sie im Schatten der schier übermächtigen US-Konkurrenz überleben können. Ob dies mit Vereinsmitgliedern und Haustierfreunden gelingt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.

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