Die 50 umsatzstärksten Zeitschriften 2011

Publishing Der Spiegel war auch 2011 die deutsche Zeitschrift, die das meiste Geld mit Werbung, am Kiosk und mit Abos umgesetzt hat. Wie eine exklusive Analyse von MEEDIA zeigt, kam das Magazin in diesen drei Kategorien brutto auf 294,69 Mio. Euro und damit auf deutlich mehr als die beiden Verfolger stern und Focus. Die größten prozentualen Gewinner innerhalb der Top 50 heißen Vogue und Landlust, am deutlichsten verloren haben Bravo und Lisa. Insgesamt lag die Top 50 leicht über den Umsätzen des Vorjahres.

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3,793 Mrd. Euro haben die 50 größten Publikumszeitschriften im Jahr 2011 brutto mit Werbung, am Kiosk und mit Abos umgesetzt. Abzüglich des Neuzugangs Grazia, für den 2010 noch keine Zahlen vorlagen, verbesserten sich die restlichen 49 Titel dabei um 0,3%. Während es in den Vertriebskategorien Einzelverkauf und Abos leicht nach unten ging, verbesserten sich die Brutto-Werbeumsätze im Vergleich zum Vorjahr etwas.

Die klare Nummer 1 des Umsatz-Rankings bleibt wie erwähnt Der Spiegel. Allerdings: Mit 294,69 Mio. Euro liegt er 1,4% unter den Zahlen aus 2010. Das liegt vor allem am Werbegeschäft, im Vertrieb haben steigende Abo-Erlöse die schwächeren Kiosk-Umsätze mehr als ausgeglichen. Am Kiosk ging es dabei trotz einer Copypreiserhöhung aber bergab: die zusätzlichen 20 Cent konnten die sinkende Auflage nicht kompensieren. 0,2% über dem Vorjahr liegt der zweitplatzierte stern, der im Einzelverkauf und bei der Reklame wuchs, bei den Abos aber verlor. Der Focus büßte auf Platz 3 insgesamt 1,1% ein, vor allem bei den Abos und der Werbung ging es hier nach unten, im Einzelverkauf konnte sich das Blatt hingegen steigern.

Als Quellen für das MEEDIA-Ranking dienten wie im Vorjahr die Statistiken von Nielsen und der Fachzeitschrift der neue vertrieb. Nielsen errechnet bekanntermaßen für sämtliche großen Medien die Brutto-Werbeumsätze, der neue vertrieb veröffentlicht regelmäßig Rankings für den Brutto-Umsatz der IVW-Kategorien Einzelverkauf und Abos (so auch in der aktuellen Ausgabe 4/2012). Das Magazin wertet dabei die verkaufte Auflage der jeweiligen Kategorie, sowie den Copypreis bzw. den Abopreis.

Zu den Aufsteigern gehört in diesem Jahr die Hörzu. Während es am Kiosk und im Werbemarkt nach unten ging, stiegen die Abo-Umsätze deutlich. Der Grund sind aber nicht etwa viele hinzu gewonnene Abonnenten, sondern die Tatsache, dass Axel Springer neue Abonnenten laut dnv nun an der Zustellung der Zeitschrift beteiligt, der Preis daher statt 78 Euro nun 91 Euro beträgt. Der Brutto-Abo-Umsatz, für den sämtliche Abos mit 91 Euro gewertet wurden, stieg daher um mehr als 8 Mio. Euro.

Noch deutlicher nach oben ging es in der ersten Hälfte der Top 50 prozentual gesehen für das TV-Supplement rtv West, das logischerweise nur mit den Werbeumsätzen in die Wertung kommt, sowie für die Auto Bild und TV Digital. Beide Titel gewannen in allen drei Kategorien, die Auto Bild vor allem bei der Werbung, TV Digital am deutlichsten bei den Abos. Zu den Verlierern gehören auf den ersten 25 Plätzen vor allem die Sport Bild, TV Movie und Auf einen Blick. Der Sport Bild gingen dabei im Vergleich zum WM-Jahr 2010 deutliche Werbe-Millionen abhanden, TV Movie büßte in allen drei Kategorien deutlich ein, Auf einen Blick im Vertrieb.

Noch weiter auseinender geht die Schere zwischen Gewinnern und Verlierern in der zweiten Hälfte unseres Rankings. So heißt der größte Aufsteiger hier Vogue – mit einem heftigen Plus von 19,2%. Vor allem das 21,4%-Wachstum bei den Brutto-Werbeumsätzen ist hier der Auslöser, im Vertrieb wuchs die Vogue wesentlich verhaltener. Mehr als 10% über den Zahlen des Vorjahres liegen auch die Landlust, das TV-Supplement prisma Gesamt West, Glamour und Elle. Erstaunlich sind wieder einmal die Zahlen der Landlust, die auf Platz 46 der Liste sprang, obwohl sie weiterhin nur sechsmal im Jahr erscheint. In allen drei Wertungskategorien gewann sie deutlich hinzu.

Heftig nach unten gefallen ist hingegen die Bravo, die mit 13,8% das größte Minus aller 50 Titel verkraften muss. Am schmerzhaftesten sind die Zahlen am Kiosk: 15,6% büßte die Jugendzeitschrift im Einzelverkaufs-Umsatz ein. 8,1% verlor unterdessen Lisa, 6,6% die Fernsehwoche – sie sind damit die zweit- und drittgrößten Verlierer auf den Rängen 26 bis 50.

Ganz neu dabei ist diesmal Grazia, einen Platz in der Top 50 erobert haben sich im Vergleich zu 2010 zudem die Landlust, prisma Gesamt West und GQ. Aus der 50er-Liste heraus gefallen sind dafür die Frau im Spiegel, Focus Money, TV Today und die Apotheken Umschau A.

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