n-tv und Phoenix punkten mit Wulff-Rücktritt

Fernsehen Als Bundespräsident Christian Wulff am Freitag um 11 Uhr zurück trat, waren zahlreiche Sender live dabei, u.a. Das Erste, ZDF, RTL, n-tv, N24 und Phoenix. Insgesamt sahen mehr als 3 Mio. Leute Wulffs Erklärung. Besonders deutlich über den Sender-Normalwerten landeten dabei n-tv und Phoenix. n-tv erzielte zwischen 10.55 Uhr und 11.10 Uhr mit 0,38 Mio. Zuschauern starke 5,2%, Phoenix zwischen 10.55 Uhr und 11.05 Uhr mit 0,31 Mio. 4,4%. Am Abend blieben die Sondersendungen der großen Sender blass.

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Der Freitag im Gesamtpublikum:

Zur Erinnerung: n-tv und Phoenix erreichen im Durchschnitt Marktanteile um 1%. Die 5,2% und 4,4% liegen also meilenweit über diesen Normalniveau. Während die Zahlen bei n-tv danach aber zurück gingen, konnte sich Phoenix sogar noch steigern, um 11.25 Uhr wurde auch hier die 5%-Marke geknackt. Bis 13 Uhr blieben die Marktanteile über der 2%-Hürde. Nicht ganz so weit über die Normalwerte sprang N24: Die Wulff-Erklärung kam hier auf 0,14 Mio. und 1,8%. Bei den drei großen Sendern erreichte Das Erste mit dem "Tagesschau Extra" zwischen 10.25 Uhr und 12.05 Uhr im Durchschnitt 1,15 Mio. Leute (15,7%), das ZDF kam mit dem "ZDF spezial" zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr auf 0,88 Mio. und 12,0%, RTL mit dem "Punkt 12 Spezial" zwischen 11 Uhr und 11.35 Uhr nur auf 0,68 Mio. und 9,2%.

Am Abend hatte das Publikum offenbar keine so große Lust mehr auf die Nachrichten vom Morgen: Der "ARD-Brennpunkt" blieb um 20.15 Uhr mit 2,94 Mio. Sehern bei schwachen 8,9% hängen, das "Günther Jauch"-Special blieb danach mit 3,33 Mio. und 10,1% ebenfalls unter dem Soll. Das "ZDF spezial" kam davor um 19.30 Uhr immerhin auf 3,63 Mio. und 12,7%. Das Feld der Nachrichtensendungen führte an diesem historischen Tag wie gewohnt die 20-Uhr-"Tagesschau" an, die im Ersten 4,93 Mio. sahen, dahinter folgen die 19-Uhr-"heute"-Sendung mit 4,37 Mio. und "RTL aktuell" mit 4,03 Mio.

Gewonnen hat den Tag aber die ZDF-Karnevalsshow "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht": 5,86 Mio. sahen zu – ein Marktanteil von 20,8%. Das sind zwar immer noch stolze Zahlen, doch gleichzeitig die geringste Zuschauerzahl die die erfolgreichste Karnevalssendung des deutschen Fernsehens jemals erreicht hat. Platz 2 der Tages-Charts geht mit 5,08 Mio. an "Wer wird Millionär?", dahinter folgen "Tagesschau" und "heute".

Abseits der großen drei Sender setzte sich in der Prime Time der ProSieben-Film "Disturbia" durch: 2,60 Mio. (7,9%) sahen ihn. Sat.1 kam mit "Mein Mann kann" hingegen nur auf 2,50 Mio. (7,7%). Den Klassiker "Dirty Dancing" schalteten bei RTL II diesmal 1,79 Mio. ein, Vox lockte mit "CSI" um 21.15 Uhr 1,75 Mio. und kabel eins mit "Criminal Minds" um 22.15 Uhr 1,30 Mio. Das Bundesligaspiel zwischen Hoffenheim und Mainz sahen unterdessen 0,25 Mio. bei Sky – ein recht schwacher Freitags-Wert.

Der Freitag bei den 14- bis 49-Jährigen:

Auch im jungen Publikum erreichten die Wulff-Live-Übertragungen um 11 Uhr überdurchschnittliche Zahlen: n-tv erreichte hier mit 0,12 Mio. 4,2%, Phoenix mit 0,09 Mio. 3,4% und N24 mit 0,08 Mio. 2,8%. Das "Tagesschau Extra" sahen im Ersten ab 10.30 Uhr im Durchschnitt 0,24 Mio. 14- bis 49-Jährige (8,1%), das "ZDF spezial" parallel dazu aber nur 0,13 Mio. (4,5%). Am Abend kamen "Brennpunkt" und "Günther Jauch" mit 0,77 Mio. und 6,6%, bzw. 0,83 Mio. und 6,7% nur ins Mittelmaß und verfehlten die Tages-Top-20 klar. In diese Liste schafften es von den Infosendungen nur "RTL aktuell", das "RTL-Nachtjournal" und die 20-Uhr-"Tagesschau" des Ersten.

Den Freitags-Sieg holte sich bei den 14- bis 49-Jährigen nicht "Mainz bleibt Mainz", sondern "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". 1,96 Mio. entschieden sich am Vorabend für die RTL-Soap – kein Programm schaffte am Freitag den Sprung über die 2-Mio.-Marke. "Wer wird Millionär?" kam danach mit 1,78 Mio. nur auf überschaubare 15,0%, "Die ultimative Chart Show" erzielte mit 1,86 Mio. solide 17,2%. Zufriedener kann allerdings ProSieben sein: "Disturbia" sprang mit 1,81 Mio. und 14,9% klar über die Sender-Normalwerte. "Mein Mann kann" erreichte bei Sat.1 parallel dazu ordentliche, aber wenig sensationelle Werte von 1,39 Mio. und 11,6%.

Beinahe hätte die Sat.1-Show damit auch gegen RTL II verloren: Dort schalteten nämlich 1,25 Mio. 14- bis 49-Jährige den Klassiker "Dirty Dancing" ein – stolze 10,3%. Vox-Serie "CSI" erreichte um 21.15 Uhr 0,90 Mio. und solide 7,2%, kabel eins kam mit seinem stärksten Freitags-Programm "Criminal Minds" um 22.15 Uhr auf 0,72 Mio. und 6,7%. Das Bundesliga-Match zwischen Hoffenheim und Mainz sahen bei Sky 0,09 Mio. – ein schwacher Marktanteil von 0,7%. Und "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht"? Kam im jungen Publikum mit 0,56 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 5,2% nicht in die Tages-Top-50.

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