Print-Werbemarkt startet mies ins neue Jahr

Marketing Die deutschen Printmedien sind mit einem dicken Brutto-Werbeumsatz-Minus in das Jahr 2012 gestartet. Wie Analyse-Unternehmen Nielsen mitteilt, setzten insbesondere die Zeitungen deutlich weniger um als im Januar 2011: 7,4%. Fachzeitschriften landeten 7,1% unter dem Vorjahr, Publikumszeitschriften 3,0%. Deutlich nach oben ging es hingegen für die elektronischen Medien Internet, Fernsehen und Radio. Der Gesamtwerbemarkt lag daher mit 0,2% leicht im Plus.

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Mit einem Brutto-Umsatz von 659,93 Mio. Euro bleiben die von Nielsen erfassten TV-Sender weiterhin der Werbeträger Nummer 1. Gegenüber dem Januar 2011 verbesserten sie sich dabei noch einmal um 5,1%. Ebenfalls im Plus landete das Internet (+5,1% auf 172,65 Mio.), sowie das Radio (+4,7% auf 103,78 Mio.).

Die anderen Mediengattungen blieben hingegen unter den Zahlen des Vorjahresmonats. So büßten die Zeitungen 7,4% ein und liegen nun bei 379,85 Mio. Euro, den Fachzeitschriften gingen 7,1% auf nun 34,34 Mio. Euro verloren und den Publikumszeitschriften 3,0% auf nun 293,59 Mio. Das deutlichste prozentuale Minus (8,8%) verzeichnet die Kinowerbung, das mit 6,96 Mio. Euro aber ohnehin das kleinste Werbemedium der Nielsen-Statistik ist.

Neuigkeiten gibt es unterdessen bei der Auswertung der "Out of Home"-Werbung. Zur Plakatwerbung kommen hier nun auch "Transport Media" und "At-Retail-Media" hinzu. Insgesamt verzeichnet die Out-of-Home-Werbung ein Minus von 2,2% gegenüber dem Januar 2011.

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

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