P7S1-Aktie: ein Comeback wie in alten Zeiten

Die Sorge war groß und wurde größer: Würden Aktionäre nach einer der größten Turnaroundstorys aller Zeiten Tausende Prozent Gewinne wieder hergeben müssen? Danach sah es im vergangenen Jahr aus, als die ProSiebenSat.1-Aktie von 25 Euro in der Spitze auf zehn Euro einbrach. Im noch jungen Börsenjahr gelang dem Münchner Medienhaus ein fulminantes Comeback. In den ersten sechs Wochen hat der MDax-Konzern mehr als 30 Prozent zugelegt – und Analysten sehen noch mehr Potenzial.

Werbeanzeige

Die Sorge war groß und wurde größer: Würden Aktionäre nach einer der größten Turnaroundstorys aller Zeiten Tausende Prozent Gewinne wieder hergeben müssen? Danach sah es im vergangenen Jahr aus, als die ProSiebenSat.1-Aktie von 25 Euro in der Spitze auf zehn Euro einbrach. Im noch jungen Börsenjahr gelang dem Münchner Medienhaus ein fulminantes Comeback. In den ersten sechs Wochen hat der MDax-Konzern mehr als 30 Prozent zugelegt – und Analysten sehen noch mehr Potenzial.

Es war nicht das leichteste Jahr für Aktionäre: Zweistellige Verluste, so weit die Indizes reichten. Mittendrin: deutsche Medienaktien. Allen voran: Ein Star vergangener Jahre – ProsiebenSat.1. Um krachende 37 Prozent ging es 2011 nach unten – in der Spitze summierten sich die Verluste auf gar auf über 50 Prozent.

Dabei stimmte die Bilanz: Die Gewinne legten zweistellig zu, Thomas Ebeling hielt den eingeschlagenen Wachstumskurs bei und konnte 2011 zudem den zeitweise erdrückenden Schuldenberg mit dem Verkauf der TV-Aktivitäten in den Benelux-Staaten senken. Alles richtig gemacht also? Das sah die Börse nicht so und ließ den einstigen Anlegerliebling krachend fallen.

Outperformer P7S1: 30 Prozent in sechs Wochen
Doch das ist Schnee von gestern. 2012 kehrt das Vertrauen zurück:
Um mehr als 30 Prozent liegt das Papier nur sechs Wochen nach dem Start ins neue Jahr im Plus. Die ProSiebenSat.1-Aktie liegt damit schon doppelt so stark im Plus wie der Vergleichsindex MDax. Mehr noch: Bei 19 Euro notieren die Münchner auf einem Sechsmonatshoch – auch die Mehrjahreshochs bei 25 Euro sind nicht mehr weit entfernt.

Woher kommt der plötzliche Kaufdruck? In erster Linie ist die jüngste Aufwärtsbewegung ein Nachholeffekt nach dem problematischen Vorjahr. Hält der Aufwärtstrend im Kerngeschäft an, erscheint die ProSiebenSat.1-Aktie optisch ziemlich günstig bewertet.

Kaufempfehlungen: Analysten heben den Daumen
Das zumindest stellen die Analysten von Morgan Stanley in ihrer heute erschienenden Studie zum MDax-Mitglied heraus. Die Gewinnprognose für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 wurde von der renommierten Investmentbank auf 2,07  bzw. 2,12 Euro je Aktie erhöht. Bei aktuellen Kursen von 19 Euro würde die P7S1-Aktie damit mit einem KGV von weniger als 10 gehandelt. 

Entsprechend sehen die Morgan Stanley-Analysten weiteres Kurspotenzial im Papier. Die Zielmarke auf Sicht von 12 bis 18 Monaten wurde 21,50 Euro angehoben. Die Anlageempfehlung von Morgan Stanley lautet daher: "übergewichten". Auch der Wall Street-Konkurrent Citigroup hat ProSiebenSat.1 weiter auf der Kaufliste. Genauer gesagt: auf der "Most preferred Lis"“ des europäischen Mediensektors. Analyst Thomas Singlehurst hat ein Kursziel von 20 Euro im Auge.  

Kursfantasie durch Onlinespiele
Befeuert werden könnte der Aufschwung durch ein neuen Marktsegment. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass ProSiebenSat.1 die europaweiten Exklusivrechte an acht Onlinespielen von Sony erworben hat – darunter beliebte Spiele wie "Star Wars: Clone Wars Adventures" und "EverQuest II".

Der Bereich Online-Games ist aber nur ein Teil der digitalen Wachstumsstrategie. "Unser Ziel ist es, bis 2015 einen organischen Umsatzzuwachs mit digitalen Entertainmentprodukten wie Web-TV, Video-on-Demand, Musik und Online-Games sowie Commerce-Plattformen von über 400 Millionen Euro zu erzielen", erklärte New Media-Vorstand Christian Wegner unlängst dem Handelsblatt.

Im vorvergangenen Geschäftsjahr waren die Erlöse nicht mal halb so groß. Wie die 2011er Gesamtbilanz ausgefallen ist, können Anleger am 1. März überprüfen, wenn ProSiebenSat.1 Geschäftszahlen für das abgelaufene vierte Quartal und damit auch 2011 in der Gesamtheit vorlegt.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige