Rabe stellt Dezentralität auf Prüfstand

Publishing Bertelsmann-Chef Thomas Rabe treibt die Internationalisierung des europäischen Medienkonzerns voran. Gegenüber dem Spiegel erklärte er, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren in mehr Geschäftsfelder aktiv sein soll, um die Abhängigkeit von der RTL Group zu reduzieren, die bislang einen Großteil der Gewinne liefert. Um sich gegen weltweit agierende Unternehmen zu behaupten, müsse man dafür eventuell das Primat der Dezentralität der einzelnen Unternehmenssparten überdenken.

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Rund zwei Drittel steuert die Sendergruppe zum Ergebnis des Gütersloher Medienkonzerns dazu. Die RTL Group unterliege allerdings Zyklen im Werbegeschäft, so Rabe im Spiegel. Um sich von wirtschaftlichen Schwankungen im Mediengeschäft unabhängiger zu machen, definiere man laut Rabe momentan bis zu zwölf Wachstumsfelder. Unter anderem seien Investements in den ausländischen Bildungsmarkt geplant, darunter Indien, China und Brasilien. Dabei setzten die Güterloher auf das Know-How und die finanzielle Beteiligung von Partnern vor Ort.

Um sein Ziel zu erreichen, könne sich Rabe laut dem Spiegel auch vorstellen, die Dezentralität der einzelnen Unternehmenssparten aufzubrechen. "Uns stehen im Moment globale Spieler wie Facebook gegenüber, die alles andere als dezentral aufgestellt sind", erklärt der 46-Jährige. Daher stelle sich die Frage, "ob es in einigen Bereichen nicht besser wäre, stärker zusammenzuarbeiten".

Bislang verfügen die Spartenchefs von Gruner + Jahr sowie der RTL Group über enorme Freiheiten, obwohl sie einen gemeinsamen Vorstand bilden. Dennoch bestehe der ausgeprägte Wunsch danach, diese Dezentralität aufzubrechen und zusammenzuarbeiten.

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