Thorsten Strauß spricht für Deutsche Bank

Publishing Neuer Top-Job für den früheren Bertelsmann-Kommunikationschef: Thorsten Strauß wird Nachfolger von Stefan Baron und spricht künftig für die Deutsche Bank. Dies teilte die Bank am Freitag in Frankfurt mit. Baron scheidet im Zuge des Wechsels in der Führungsspitze Ende Mai aus. Wie der ehemalige WiWo-Chef begann Strauß seine Laufbahn als Wirtschaftsredakteur, bevor er 1999 zu Arvato wechselte. Zudem bringt der 44-Jährige aus zwölf Jahren bei Bertelsmann große internationale Erfahrung mit.

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In einem über Monate betriebenen Auswahlverfahren für die Besetzung der Konzern-Kommunikationsabteilung bei der Deutschen Bank entschieden sich die designierten Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain für ihn. Zum Jahresende 2011 hatte Strauß im Zuge des Machtwechsels in Gütersloh Bertelsmann verlassen. Strauß ist künftig für die externe und interne Kommunikation sowie die Public-Affairs-Aktivitäten der Bank verantwortlich. Er will die Aufgabe nach einer Einarbeitungszeit ab 1. Juni ausüben.
Der Wirtschaftsredakteur war 1999 zu Bertelsmann gekommen und hatte verschiedene leitende PR-Positionen bei der zu Bertelsmann gehörenden Arvato AG inne, bevor er 2008 die Leitung der Zentralen Unternehmenskommunikation der Bertelsmann AG übernahm. In seine Zeit und Verantwortung fielen u.a. die große Krisenkommunikation 2009, die erfolgreiche Restrukturierung der Abteilung, das vielbeachtete 175. Firmenjubiläum, zwei Vorstandswechsel, die Gründung der Intajour sowie die Internationalisierung der PR-Arbeit in Asien.
Bei der renommierten Studie "Imageprofile" im Auftrag des manager magazins belegte Bertelsmann bei den Medienunternehmen als Konzern mit dem höchsten Ansehen Platz eins und setzt sich vor die FAZ, die bei der letzten Erhebung 2008 das Ranking noch angeführt hatte. Für die Image-Studie werden mehr als 4.000 Führungskräfte befragt; betrachtet wird dabei ein Zeitraum von insgesamt vier Jahren. Für Bertelsmann wie auch Strauß war der Erfolg in der Kategorie der Medienhäuser auch deshalb bemerkenswert, weil die Gütersloher im Zeitraum der Erhebung einen harten Konsolidierungskurs fuhren, um die Folgen der Konjunkturkrise 2008 abzumildern.
Strauß gilt in Branchenkreisen als im Bereich der Dax-Konzerne bestens verdrahtet. Die Financial Times Deutschland dazu: " Mit Strauß entscheiden sich die beiden neuen Bankchefs für einen vor allem in Deutschland stark vernetzten Kommunikator." Aber auch international konnte der Westfale durch die Aktivitäten des Weltkonzerns Bertelsmann vor allem in Asien und den USA wichtige Erfahrungen sammeln. Vize-Sprecher unter Strauß wird Michael Golden, 39, derzeit Sprecher Deutschen Bank in London und einer der engsten Mitarbeiter des bisherigen Investmentbankingchefs Jain.
In Frankfurt wartet auf den neuen Chefsprecher eine anspruchsvolle Aufgabe und dies nicht nur im Umgang mit den Folgen der Euro- und Schuldenkrise. So schreibt das Handelsblatt online zur Personalie: "Eine zunächst angedachte Doppelspitze im Kommunikationsbereich wurde wieder fallen gelassen. (…) Strauß wird eine komplizierte Aufgabe haben, da er sich als Diener zweier Herren erweisen muss."

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