LinkedIn: Umsatzexplosion im vierten Quartal

Es sah nach einer Internetblase 2.0 aus: LinkedIn ging im Mai vergangen Jahres mit Verlusten an die Börse – und die Aktie explodierte trotzdem mehr als 100 Prozent am ersten Handelstag. Ein Dreivierteljahr später wird der Hype mit handfesten Zahlen untermauert: Auch die Umsätze des Online-Business-Netzwerks explodieren förmlich. Mehr noch: Das neun Jahre alte Internet-Unternehmen ist schneller profitabel geworden als erwartet – und hat enorme 19 Millionen Nutzer in drei Monaten hinzugewonnen.

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Es sah nach einer Internetblase 2.0 aus: LinkedIn ging im Mai vergangen Jahres mit Verlusten an die Börse – und die Aktie explodierte trotzdem mehr als 100 Prozent am ersten Handelstag. Ein Dreivierteljahr später wird der Hype mit handfesten Zahlen untermauert: Auch die Umsätze des Online-Business-Netzwerks explodieren förmlich. Mehr noch: Das neun Jahre alte Internet-Unternehmen ist schneller profitabel geworden als erwartet – und hat enorme 19 Millionen Nutzer in drei Monaten hinzugewonnen.
So schnell wendet sich das Blatt: "Komplett überwertet und schlicht absurd", nannte Wall Street-Veteran James Cramer den Börsengang von LinkedIn im vergangenen Mai. Anleger sahen das anders und schickten die Aktie mal eben nach dem Handelsstart um 100 Prozent nach oben. Das Papier kam in der Folgezeit zurück, aber längst nicht in Richtung des Ausgabekurses – und fiel zuletzt auch wieder durch anziehende Notierungen auf.
Woher die Anlegerzuversicht kommt, untermauert nun die neuste Quartalsbilanz. 81,7 Millionen Dollar hatte LinkedIn noch im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt umgesetzt, nun waren es schon 167,7 Millionen Dollar – mehr als eine Verdopplung. Die Wall Street hatte lediglich mit Erlösen in Höhe von 159,7 Millionen Dollar gerechnet. Im Gesamtjahr 2011 zogen die Umsätze auf 522 Millionen Dollar an.
Umsätze könnten 2012 auf 860 Millionen steigen
Das Konzernergebnis ebenfalls erfreulicher aus. Statt 7 Cents je Anteilsschein verdiente das Online-Businessnetzwerk tatsächlich 12 Cents je Aktie. Das entsprach einem Nettogewinn von 6,9 Millionen Dollar. Vor einem Jahr waren es noch 5,2 Millionen Dollar. Das Ebitda betrug gar 34,4 Millionen Dollar. 
Auch die Aussichten auf die laufenden Geschäfte liegen über den Konsenserwartungen. So rechnet LinkedIn im ersten Quartal des Jahres 2012 mit einem Ebitda zwischen 25 und 27 Millionen Dollar bei Umsätzen von 170 bis 175 Millionen Dollar. Im Gesamtjahr sollen die Erlöse auf 840 bis 860 Milliarden Dollar steigen – die Wall Street war bisher von 828 Millionen ausgegangen. 
Aktie zieht nachbörslich um 10 Prozent an
LinkedIn verfügt inzwischen bereits über 150 Millionen registrierte User.  Drei Monate zuvor waren es noch 131 Millionen. "Das vierte Quartal hat unsere Erwartungen beim Mitglieder- und wirtschaftlichen Wachstum übertroffen", kommentierte CEO Jeff Weiner die Konzernbilanz erfreut.  
Anleger honorierten die Geschäftsentwicklung nachbörslich mit einem Kursplus von in der Spitze zehn Prozent auf 84 Dollar.

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