Bertelsmann verbucht nur Mini-Wachstum

Publishing Der Gütersloher Weltkonzern Bertelsmann hat im vergangenen Jahr ein Mini-Wachstum erzielt. Auf "Basis vorläufiger und ungeprüfter Zahlen" sei der Konzernumsatz von 15,1 auf 15,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank dagegen von 1,8 auf 1,7 Milliarden Euro. Gründe: Ein schlecht laufendes Druckgeschäft, Rückgänge im Direktmarketing und "planmäßige Anlaufverluste". Die Umsatzrendite liege bei etwa 11 Prozent, 2010 waren es noch 12,1 Prozent.

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Gut habe sich im vergangenen Jahr das Werbegeschäft entwickelt, heißt es in einer Pressemitteilung – wovon vor allem die TV-Gruppe RTL profitiert haben dürfte. Hervorgehoben wird auch der "dynamisch wachsende E-Book-Absatz" bei Random House. 

Dagegen stand das schlecht laufende Druckgeschäft, das in diesem Jahr nicht mehr bei der Dienstleistungssparte Arvato angesiedelt sein wird. Das Direktmarketinggeschäft schwächelte ebenfalls. Ebenso seien "planmäßige Anlaufverluste für den Aufbau neuer Wachstumsplattformen" angefallen. Unterm Strich blieb ein Rückgang des operativen Gewinns (EBIT).

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (EBITDA) sank von 2,4 auf 2,2 Milliarden Euro. Die Nettofinanzschulden beziffert der Konzern mit 1,9 Milliarden Euro. Die Ausschüttungen für zwei Bertelsmann Genussscheine bliebt in etwa konstant.

Das Manager Magazin hatte Mitte Januar bereits vorab einige Zahlen aus der voraussichtlichen Bilanz genannt. In dem Artikel wurde der Nettogewinn mit 650 Millionen Euro (gegenüber 656 Millionen im Vorjahr) beziffert.
 

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