„Wie eine beleidigte Leberwurst“

Publishing Benjamin von Stuckrad-Barre hat offenbar die Nase voll vom Berliner Kurier: Der Drehbuchautor von "Zettl" geht wegen Beleidigung gegen das Boulevard-Blatt vor. Unter der Überschrift "Die Berlin Stänkerer" nahm sich der Kurier einige der an dem Film Beteiligten zur Brust. So geht auch es um den früheren Kokain-Konsum des Schriftstellers und Springer-Autoren (Welt, B.Z.). "Statt die Kolumne sportlich zu nehmen, verhält er sich wie eine beleidigte Leberwurst", sagt Kurier-Chefredakteur Hans-Peter Buschheuer.

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Weiter meint der Blattmacher, dass Stuckrad-Barre im Kritisieren selbst "ein Großer" sei. "Wer aber austeilen kann, muss auch einstecken können." Ein Vorwurf, der sich unter anderem auf die Texte des Journalisten und Drehbuchautoren in der B.Z., einem Konkurrenz-Blatt des Berliner Kuriers, bezieht.  

In der Unterzeile der umstrittenen Geschichte fragt der Kurier rhetorisch: "Was ist eigentlich so schick daran, ständig auf die Stadt einzuhauen?" Regisseur Helmut Dietl bekommt sein Fett weg, genauso wie Hauptdarsteller Bully Herbig und Drehbuchautor Stuckrad-Barre. Der vermeintlich ehrabschneidende Satz bezieht sich auf mögliche Spätfolgen der Drogen-Vergangenheit des Autoren und versteckt sich mitten im Text. Dass das Stück nicht sonderlich nett mit dem Journalisten umgeht, zeigt schon die Bildunterschrift. Da heißt es: "Benjamin von Stuckrad-Barre ist schuld am lausigen ‚Zettl‘-Drehbuch."

Eine erste von Stuckrad-Barres Anwalt gesetzte Frist zur Abgabe einer Unterlassungserklärung hat der Berliner Kurier verstreichen lassen. Die Berliner wollen darauf ankommen lassen, dass ein Gericht die vermeintliche Beleidigung prüft. „Wir sehen der Klage entspannt entgegen“, sagt der Chefredakteur.
Buscheuer findet nicht, dass der Text zu hart war, eher schon, dass der Springer-Autor zu zimperlich sei. "So dünnhäutig, wie er reagiert, scheinen die massive Kritik und die schlechten Zuschauerzahlen für ‚Zettl‘ ganz schön an ihm zu nagen."

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