Degeto und Jurgan trennen sich einvernehmlich

Fernsehen Doch keine Äffäre und doch keine Verfehlungen: In einem langen Prüfbericht kommt die Wirtschaftsprüfer von KPMG zu dem Schluss, dass sich der ehemalige Geschäftsführer der Degeto, Hans-Wolfgang Jurgan, keine strafbaren Handlungen hat zu Schulden kommen lassen. „Die in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe und Unterstellungen gegen Herrn Jurgan konnten durch die KPMG-Prüfung nicht belegt werden.“

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Weiter heißt es in einer Mitteilung des hessischen Rundfunks: „Abgesehen von den bereits im ersten Prüfungsbericht festgestellten organisatorischen und kaufmännischen Mängeln gibt es keine Hinweise auf Begünstigungen einzelner Produzenten bei Lizenzeinkäufen und Produktionsaufträgen, auch keine Hinweise auf Absprachen zum Schaden der Degeto sowie private Begünstigungen von Herrn Jurgan.“

Die direkte Folge des Prüfberichtes ist, dass die Gesellschafterversammlung der Produktionsfirma nun einer einvernehmlichen Einigung mit Jurgan über die Beendigung des Dienstvertrages zum 31.12.2011 und den Eintritt in den Ruhestand zugestimmt hat.
Im November hatte die Degeto den Gesellschafter Jurgan mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer abberufen, weil herausgekommen war, dass die Degeto Filmproduzenten das Geld streichen musste, weil sie zu viele Produktionen in Auftrag gegeben hatte und deshalb auf Sparkurs ging. Der Süddeutschen Zeitung zufolge konnte die Degeto von 2009 bis 2012 mit beinahe 1,5 Milliarden Euro planen und produzierte davon in erster Linie „klebrige TV-Schnulzen“. Für die nächsten zwei Jahre stampfte sie ihr Budget ein, was die Produzentenallianz auf die Barrikaden gehen ließ.

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