Sky, Telekom & Co. pokern um Bundesliga

Fernsehen Die Käufer bringen sich in Position: In wenigen Tagen fällt der Startschuss für das Bieterverfahren um die Bundesligarechte für 2013 bis 2017. Bereits heute scheint klar: Mehr Anbieter als in den vergangenen Jahren kämpfen um die exklusiven Satelliten- und Kabel-Rechte. So plant die Telekom zweigleisig zu fahren, um Sky frontal anzugreifen. Aber auch Eutelsat schielt auf die Rechte, die für Pay-TV-Sender als überlebenswichtig gelten. Um die Fußball-Rechte zu bekommen, will Sky sogar bis an die Schmerzgrenze gehen.

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Nach einem Bericht des Spiegels  will die Telekom diesmal keine Bietergemeinschaft mit dem Medienunternehmer Dieter Hahn eingehen. Die Bonner wollen alleine sowohl auf die IPTV- als auch die Satelliten-Rechte bieten. Damit könnte die Telekom endlich allen seinen „Entertain"-Kunden die Bundesliga anbieten.

Im Bieterverfahren hat die Telekom allerdings ein kleines Problem. Denn die Satelliten-Rechte werden nur zusammen mit den Kabel-Rechten verkauft – und diese brauchen die Bonner gar nicht. Um diese soll sich dann Hahn kümmern. Allerdings hat der unternehmerische Erben des verstorbenen Leo Kirchs auch vor, selbstständig auf diese Rechtepakte zu bieten. Sollte er den Zuschlag bekommen, könnte er wiederum die entsprechenden Pakete an die Telekom verkaufen.

Eutelsat werden in diesem Gefecht nur Außenseiterchancen eingeräumt. Über einen Kabelkiosk beliefert der Technologieanbieter 270 kleinere Kabelnetzbetreiber, die insgesamt etwa 3,8 Mio Haushalte versorgen.

Im Gegensatz zu den Konkurrenten gelten die Bundesliga-Rechte für Sky als überlebenswichtig. Damit die Münchner auch mit der nötigen finanziellen Ausstattung in die Verhandlungen gehen können, stellt der Mutterkonzern News Corp. offenbar zusätzliche 300 Millionen Euro zur Verfügung. Offiziell wurde diese Summe allerdings für alle Invstitionen in diesem Jahr bereitgestellt.

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